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Streik bei British Airways führt zu vielen Flugausfällen

veröffentlicht am 21.03.2010


Der Streik der Flugbegleiter bei British Airways hat am Wochenende zu deutlichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Nach Angaben der Fluggesellschaft konnten aber mehr Flüge als erwartet starten. Da etliche Flugbegleiter den Streikaufruf der Gewerkschaft ignoriert hätten, seien noch weitere Maschinen in Betrieb genommen worden.

 

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London - Der Streik der Flugbegleiter bei British Airways hat am Wochenende zu deutlichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Nach Angaben der Fluggesellschaft konnten aber mehr Flüge als erwartet starten. Da etliche Flugbegleiter den Streikaufruf der Gewerkschaft ignoriert hätten, seien noch weitere Maschinen in Betrieb genommen worden.


Alle Langstreckenflüge seien wie geplant am Sonntag morgen in London gelandet, erklärte BA. Nach Gewerkschaftsangaben starteten Dutzende Maschinen nicht. 10.000 Beschäftigte hätten sich am Samstag, dem ersten Streiktag, an dem Ausstand beteiligt.


Der Streik der Flugbegleiter sollte insgesamt drei Tage dauern. Das Kabinenpersonal wehrt sich gegen einen geplanten Stopp von Lohnerhöhungen in diesem Jahr, die Einführung von Teilzeitarbeit für 3.000 Beschäftigte und eine Reduzierung der Flugteams von 15 auf 14 Personen bei Langstreckenflügen. Die Geschäftsleitung hat die Maßnahmen als überlebenswichtig bezeichnet.


Am Freitag scheiterte ein letzter Versuch, den Streik der rund 12.000 Beschäftigten abzuwenden. BA-Chef Willie Walsh entschuldigte sich über YouTube bei Tausenden betroffenen Reisenden und sprach von einem «schrecklichen Tag für BA». Es ist der erste Streik bei der Gesellschaft seit fast 15 Jahren.


Auch Premierminister Gordon Brown hatte die Gewerkschaft Unite noch am Freitag aufgefordert, auf den Ausstand zu verzichten. Unite ist ein wichtiger Spendengeber von Browns Labour-Partei. Eine Sprecherin der oppositionellen Konservativen kritisierte, im Kampf gegen die Rezession sei es «das letzte, was wir brauchen», dass die Gewerkschaften «das Land gegen Lösegeld als Geisel halten».


Um die Auswirkungen des Streiks möglichst gering zu halten, hat British Airways Maschinen von Konkurrenten gechartert, in anderen Abteilungen Freiwillige als Ersatz für das Kabinenpersonal organisiert und Reisende auf andere Flüge umgebucht. Am Samstag und Sonntag sollten jeweils 49.000 Passagiere abgefertigt werden. An einem durchschnittlichen März-Wochenende sind es pro Tag 75.000. Größere Ausfälle bei den Flügen wurden vor allem auf den Kurzstrecken erwartet.


Der Ausstand soll nach den Plänen der Gewerkschaft bis einschließlich Montag dauern, Auswirkungen dürfte er aber auch noch in den Folgetagen haben. Am 27. März soll ein viertägiger Streik folgen, der erhebliche Auswirkungen auf den Osterreiseverkehr haben würde. Beide Streiks zusammen könnten BA Schätzungen zufolge mehr als die 63 Millionen Pfund (70 Millionen Euro) kosten, die das Unternehmen mit den geplanten umstrittenen Maßnahmen einsparen will.  (© AP)



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