Nur noch ein Poker-Räuber auf der Flucht
veröffentlicht am 20.03.2010

Zwei Wochen nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin ist ein dritter Verdächtiger festgenommen worden. Der 20-Jährige habe sich am Samstagvormittag bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Tegel selbst gestellt, sagte ein Polizeisprecher auf DAPD-Nachfrage. Damit wird nun nur noch nach einem Mann gefahndet.
Berlin - Zwei Wochen nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin ist ein dritter Verdächtiger festgenommen worden. Der 20-Jährige habe sich am Samstagvormittag bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Tegel selbst gestellt, sagte ein Polizeisprecher auf DAPD-Nachfrage. Damit wird nun nur noch nach einem Mann gefahndet. Ob von der Beute von 242.000 Euro bereits wieder etwas aufgetaucht ist, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.
Er erklärte, der Rechtsanwalt des 20-Jährigen habe angekündigt, dass sich sein Mandant stellen wolle. Er wies darauf hin, der erste Festgenommene habe erklärt, seinen Teil der Beute zurückgeben zu wollen. Ob er dies tatsächlich getan habe, wisse er jedoch nicht.
Am 6. März hatten vier bewaffnete und maskierte Männer das größte Pokerturnier Deutschlands im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz überfallen. Dabei lösten sie unter den rund 400 Teilnehmern eine Panik aus. Sieben Menschen wurden leicht verletzt.
Am Montag hatte sich dann ein 21-Jähriger auf Anraten seines Anwalts gestellt und im Polizeiverhör die Namen seiner drei Komplizen genannt. Zwei Tage später wurde ein zweiter, ein Jahr jüngerer Mann festgenommen.
Die Täter stürmten vor zwei Wochen mit Schusswaffen und Macheten zur Registratur, wo die Spieler ihr Startgeld entrichteten und Geld in Pokerchips umtauschten. Bei der Flucht gelang es einem Wachmann kurzzeitig, den nun zuerst gefassten Täter zu überwältigen. Ein Praktikant konnte ihm einen Großteil der Beute entreißen. Doch ein Komplize befreite den Mann. Die Räuber flohen über den Potsdamer Platz. (© AP)




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