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20. März 2010

Großes Verdienstkreuz des Steuersünders Würth steht auf dem Spiel



Hamburg - Der als Steuersünder verurteilte Milliardär Reinhold Würth muss sich möglicherweise doch noch auf die Aberkennung seines Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland gefasst machen. Fast zwei Jahre nach dem Urteil des Amtsgerichts Heilbronn wartet das Bundespräsidialamt auf bei den Behörden in Baden-Württemberg angeforderten Unterlagen, wie der Sprecher des Bundespräsidenten am Samstag dem DAPD sagte und damit einen entsprechenden «Spiegel»-Vorabbericht bestätigte.

Ob das Urteil rückwirkend auch Auswirkungen auf das Sponsoring Würths für das Sommerfest des Bundespräsidenten 2007 hat, war unklar. Dem Blatt zufolge unterstützte die Firma des «Schraubenkönigs» die Party mit 30.000 Euro. Zuvor, im September 2006 und im März 2007, war es zu umfangreichen Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart bei Würth gekommen.

Die Vorgänge hielten Bundespräsident Horst Köhler dem Vorabbericht zufolge nicht davon ab, den umstrittenen Firmenpatriarchen zu ehren: Bei einem Besuch der Würth-Gruppe im Oktober 2007 würdigte er die «wunderbare Erfolgsgeschichte» des Unternehmens. Würth habe damals gegenüber Köhler auch die laufenden Ermittlungen beklagt. Während des Strafverfahrens drohte der Unternehmer mit der Abwanderung ins Ausland.

Zum Zeitpunkt der Sponsoren-Auswahl, erklärte dazu das Bundespräsidialamt dem Blatt, habe man von den Ermittlungen nichts gewusst: «Nach hiesiger Aktenlage hat das Bundespräsidialamt erst im April 2008 von den Vorwürfen und erst im Mai 2008 von dem Strafbefehl gegen Herrn Würth aus der Presse erfahren.»  weiterlesen >>


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