Ihr Standort: Home Wirtschaft
 
 
 


20. März 2010

Bald Insolvenzverfahren für "Schulden-Staaten"?



München - Bundespräsident Horst Köhler hat sich dafür ausgesprochen, Insolvenzverfahren für überschuldete Staaten zu entwickeln. Es könne Länder geben, die mit ihren Schulden nicht mehr fertig würden, sagte er dem Nachrichtenmagazin «Focus» laut Vorabmeldung vom Samstag. «Deshalb ist es an der Zeit, das für viele Undenkbare zu denken: Wir brauchen geordnete Insolvenzverfahren nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Staaten.»

Wenn ein Staat zahlungsunfähig sei, sei die größte Gefahr, dass Chaos ausbreche und es zu sozialen und politischen Unruhen komme. «Deshalb brauchen wir ein geordnetes Verfahren. Damit jeder weiß, welche Stellen kümmern sich, welche Spielregeln gelten jetzt? Was muss das betroffene Land ändern?»

Es gehe um die Frage, auf wie viel Geld die Gläubiger unter Umständen verzichten müssten. Wenn es dafür Antworten gebe, sei ein Neustart möglich. Der Bundespräsident betonte in dem Interview, dass er diesen Vorschlag losgelöst vom Fall Griechenland unterbreite. Die Situation in Griechenland verlange «eine Lösung, in der Solidarität sichtbar ist».

Köhler lobte die Anregung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, einen Europäischen Währungsfonds einzurichten. «Wolfgang Schäuble verlangt vor allem schärfere Regeln zur Einhaltung von Finanzdisziplin und Strukturreformen in den Mitgliedsländern der Euro-Gruppe. Das unterstütze ich nachdrücklich», sagte der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds. Der Begriff «Europäischer Währungsfonds» könne in die Irre führen, weil sofort die Frage auftauche: «Ist das eine Konkurrenzveranstaltung zum Internationalen Währungsfonds? Das will niemand. Aber der Gedanke, dass als Ultima Ratio auch die Insolvenz eines Staates in Betracht kommt, der ist richtig.»  weiterlesen >>


Kommentare (0)  [Kommentar schreiben!] 


◄   Französische Linke: Triumph bei Regionalwahl vorprogrammiert

Früherer nepalesischer Regierungschef Koirala gestorben   ►

Kommentar zum Thema "Bald Insolvenzverfahren für "Schulden-Staaten"?"

 
 
 
 
 
 
Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 
 

Twitter
 
 



 

   
 
 
Kommentare
 
 
Berlinale     Bundestag     Eurex     Film     Finanzkrise     Frankreich     Griechenland     Großbritannien     Justiz     Kultur     Marken & Modelle     Proteste     Rechtsextremismus     Russland     Syrien     Wetter     
 
  Muslimbruderschaft fordert Entlassung der Übergangsregierung

 

Regierung soll sich für KAS-Mitarbeiter in Kairo einsetzen

 

Bundestag setzt Zeichen gegen Ägypten

 

Gericht verkündet Urteil gegen Frankfurter Flughafen-Attentäter

 

Deutschland regt Syrien-Sonderbeauftragten an

 

  Andere News
 
 
Aus dem Netzwerk
 
Wacker Chemie: Schwache Nachfrage aus Solar- und Chipindustrie

 

Samsung will RIM nicht übernehmen - auch künftig nicht

 

Fresenius Medical Care platziert gleich drei Anleihen

 

Gewinnrückgang bei Wacker Chemie

 

E.ON will sich von Regionaltochter in Ostwestfalen-Lippe trennen

 

Börsenfusion: NYSE-CEO verliert die Hoffnung

 


 

 
Februar 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29        

 
 
Fleisch und Bier ist für viele eine schmerzhafte Angelegenheit

 

NIEDERBERGER Gruppe baut Vertrieb in der Region Rhein-Berg / Düsseldorf weiter aus

 

20 Prozent leichter als die Konkurrenz: Neue BusinessLine-Headsets von Imtradex setzen Maßstäbe beim Tragekomfort in Call Centern, Büros & Leitstellen

 

Honorarärzte bringen Kliniken Flexibilität

 

Der Wellness Kaffee: Der neue Trend in Europa

 

  Pressemitteilung veröffentlichen.
 
 
 
 
 
 
Copyright 2004-2012  by net-tribune - DGIC Group OHG | Impressum | Archiv top Top

0.8142