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Französische Linke: Triumph bei Regionalwahl vorprogrammiert

veröffentlicht am 20.03.2010


Die französische Linke nimmt in der zweiten Runde der französischen Regionalwahlen am Sonntag den Durchmarsch in allen 24 Regionen ins Visier. In der Woche vor der Wahl schmiedeten die Sozialisten Bündnisse mit der grünen Sammelpartei Europe Ecologie und der Linksfront, der auch die Kommunisten angehören.

 

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Paris - Die französische Linke nimmt in der zweiten Runde der französischen Regionalwahlen am Sonntag den Durchmarsch in allen 24 Regionen ins Visier. In der Woche vor der Wahl schmiedeten die Sozialisten Bündnisse mit der grünen Sammelpartei Europe Ecologie und der Linksfront, der auch die Kommunisten angehören.


Zusammen kam die Linke in der ersten Runde am vergangenen Sonntag auf 53,5 Prozent der Stimmen, das konservative Bündnis um Sarkozys UMP auf 39,9 Prozent. Stark schnitt auch die rechte Front National (FN) ab, die ebenso wie die Grünen auf rund zwölf Prozent der Stimmen kam. Das Ergebnis wurde als Denkzettel für Sarkozy gewertet.


Die Konservativen waren um Schadensbegrenzung bemüht. Prominente UMP-Politiker appellierten an ihre Anhängerschaft, bei der zweiten Runde wenigstens zur Wahl zu gehen - vor einer Woche hatte die Wahlbeteiligung mit gut 46 Prozent einen historischen Tiefpunkt erreicht.


Doch die meisten Beobachter gehen davon aus, dass der Unmut über Sarkozy bis tief in die eigene Wählerbasis reicht - und die geringe Wahlbeteiligung in der ersten Runde dies reflektiert hat. Sarkozy, der mit schnellem Reformtempo Frankreich modernisieren wollte, müsse nun der Realität ins Auge schauen, schrieb der frühere Premierminister Alain Juppé in einem Blog zum Ergebnis der ersten Runde. «Jetzt ist ein Nachdenken über das Tempo der Reformen, die Methode, wie sie vorbereitet und gestartet werden, nötig», erklärte Juppé. «Wie sie der Öffentlichkeit besser verständlich gemacht werden können, die von der (Wirtschafts-) Krise verwirrt ist.»


Siegessicher ging Sozialisten-Chefin Martine Aubry in die zweite Runde. Es sei die Zeit gekommen, «der Rechten einen tüchtigen Schlag zu verpassen, oder noch besser einen guten linken Haken nach rechts auszuteilen», sagte sie bei der Verkündung des rot-rot-grünes Bündnisses am Dienstag.


Premierminister Francois Fillon kritisierte das als Zweckbündnis, das nach seinen Worten im besten Falle «Vizepräsidenten, Komissionspräsidentschaften und Dienstwagen» unter sich aufteilen werde. Umfragen zufolge kann die linke künftig in allen 24 Regionen regieren - bisher waren es 22. Die Konservativen stellen bisher noch die Regionalregierungen im Elsaß und auf Korsika.  (© AP)


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