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20. März 2010
Von der Leyen nimmt Missbrauch bei Leiharbeit ins Visier
Hamburg - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat Arbeitgeber und Gewerkschaften aufgefordert, den Missbrauch der Leiharbeit schnell zu unterbinden. Andernfalls werde sie gesetzgeberisch handeln, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» laut Vorabmeldung vom Samstag.
«Wenn die Branche nicht schnell die Kraft aufbringt, das eigenständig und schnell zu regeln, werden wir einen Riegel vorschieben.» Insbesondere soll künftig unterbunden werden, dass Firmen ihre Stammbelegschaften entlassen können, um sie als Leiharbeiter im eigenen Unternehmen einzusetzen.
Zudem könne es nicht sein, dass Leiharbeiter dauerhaft schlechter entlohnt würden als fest angestellte Arbeitnehmer, die im gleichen Betrieb die gleiche Arbeit verrichteten, sagte von der Leyen. In beiden Fällen müssten die Tarifparteien bald eine befriedigende Lösung finden, sonst werde der Gesetzgeber aktiv. «Ich rechne da nicht in Monaten, sondern eher in Wochen.»
Zudem zeigte sich von der Leyen weiteren Mindestlöhnen gegenüber aufgeschlossen: «Wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich einig sind, dass sie in ihrer Branche einen Mindestlohn benötigen, sollte die Politik sie unterstützen.» Sollte sich die Zeitarbeitsbranche auf einen Mindestlohn einigen und die Allgemeinverbindlichkeit beantragen, würde sie sich dafür einsetzen. weiterlesen >>

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