|
20. März 2010
Dickes Fragezeichen hinter Entschädigung für 9/11-Einsatzkräfte
New York - Ein US-Bundesrichter hat ein millionenschweres Angebot der Stadt New York abgelehnt, das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erkrankte Einsatzkräfte entschädigen sollte. Bezirksrichter Alvin Hellerstein sagte am Freitag, die Vereinbarung sehe nicht genügend Geld für die 10.000 Polizisten, Feuerwehrleute und andere Helfer vor.
Von der vorgeschlagenen Entschädigung gehe zudem ein zu großer Anteil für Anwalts- und Gerichtskosten ab, kritisierte er. Vor seiner Entscheidung hatte er mehrere Einsatzkräfte zu ihren Erkrankungen befragt
New York hatte sich nach jahrelangem Streit in der vergangenen Woche zur Zahlung von bis zu 657 Millionen Dollar (485 Millionen Euro) bereiterklärt. Mindestens ein Drittel dieser Entschädigungssumme wird voraussichtlich an die Anwälte der Geschädigten gehen. Einige Kläger hatten sich vor Beginn des Verfahrens sogar bereiterklärt, mindestens 40 Prozent ihrer Entschädigung für ihre Anwalts- und Gerichtskosten aufzuwenden.
Nach den Terroranschlägen hatten Tausende von Helfern geklagt, sie hätten von dem Staub, der beim Einsturz der Hochhaustürme des World Trade Center freigesetzt wurde, Gesundheitsschäden davongetragen. Diese Folgen reichen von Atemwegserkrankungen über Asthma bis hin zu Krebs. Die Polizisten, Feuerwehrleute und Bauarbeiter warfen der Stadt vor, sie seien ohne ausreichende Schutzausrüstung zum Ground Zero entsandt worden. Wegen des Streits sollten in zwei Monaten die ersten Prozesse beginnen. weiterlesen >>

|