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20. März 2010
Kundus-Affäre: Druck der Opposition wächst weiter
Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht seiner Aussage im Kundus-Untersuchungsausschuss gelassen entgegen. «Ich bin ganz entspannt», sagte der CSU-Politiker am Freitag. Nach Lesart der Opposition war der Minister allerdings am Vortag durch Aussagen des früheren Staatssekretärs Peter Wichert und des Ex-Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan belastet worden.
Guttenberg, der am 22. April vom Untersuchungsausschuss des Bundestags vernommen werden soll, sagte dem TV-Sender N24: «Ich habe Achtung vor den Aussagen der beiden Herren.» Er könne dazu vor dem Ausschuss Stellung nehmen. «Und dann sollte man sich ein Urteil bilden», erklärte der CSU-Minister.
Wichert und Schneiderhan waren am Vortag im Ausschuss befragt worden. Sie sagten zur Informationspolitik des Ministeriums nach dem Bombardement auf zwei in Nordafghanistan entführte Tanklaster am 4. September 2009 aus. Dabei waren bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Zivilisten.
Schneiderhan und Wichert wiesen in ihren getrennten Vernehmungen übereinstimmend Vorwürfe zurück, sie hätten die politische Spitze des Ministeriums nicht ausreichend über den Angriff und seine Folgen informiert. Wichert sagte, Verteidigungsministerium und Kanzleramt seien schon kurz nach dem Angriff auch über zivile Verletzte des Angriffs unterrichtet gewesen. weiterlesen >>

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