|
20. März 2010
"Neon" entschuldigt sich für gefälschte Interviews
Hamburg - Das Jugendmagazin «Neon» hat die Veröffentlichung von gefälschten Interviews eingeräumt und den Autor gefeuert. Es handelt sich um Gespräche mit Popstars wie Beyoncé Knowles, Christina Aguilera, Jay-Z oder Snoop Doggy Dog in den Jahren 2004 bis 2010, wie der Verlag Gruner und Jahr mitteilte. Ein Mitarbeiter habe die Fälschungen eingeräumt und sei entlassen worden. Das Blatt entschuldigte sich bei den betroffenen Künstlern und den Lesern.
Die Fälschungen erinnern an einen Skandal aus dem Jahr 2001, als erfundene Interviews des Autors Tom Kummer für das Magazin der «Süddeutschen Zeitung» bekanntwurden. Der Verlag Gruner und Jahr hatte in den 80er Jahren den größten Fälschungsskandal im eigenen Haus: Der «Stern» veröffentlichte damals die vermeintlichen Tagebücher von Adolf Hitler veröffentlicht. Die Fälschungen bei «Neon» flogen nach Verlagsinformationen auf, nachdem sich das Management von Knowles gemeldet hatte.
Lesen Sie auch: Heather Mills berichtet Ethikkommission von abgehörten Anrufen
Die Exfrau des früheren Beatles-Musikers Paul McCartney hat sich erneut zu ihren Erfahrungen mit abgehörten Telefonanrufen geäußert. Es sei ausgeschlossen, dass der Zugriff auf Dutzende Nachrichten, die ihr McCartney auf den Anrufbeantworter gesprochen habe, auf legale Weise zustande gekommen sei, sagte Heather Mills einer Ethikkommission zur britischen Medienpraxis. Die Nachrichten gingen demnach bei ihr ein, nachdem das frühere Paar im Januar 2001 einen Streit hatte. Der ehemalige Chefredakteur der inzwischen eingestellten Boulevardzeitung "News of the World", Piers Morgan, hat eingeräumt, einen der Mitschnitte gehört zu haben. Allerdings verweigerte er jede Aussage darüber, wie er in deren Besitz gelangte und stritt eine Verwicklung in den Abhörskandal ab. zur Nachricht >>

|