Lederwaren-Hersteller wieder optimistisch

veröffentlicht am 20.03.2010


Die Lederwaren- und Kofferindustrie erwartet eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage. Zu Beginn der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BVLK, Manfred Junkert, am Freitag: «In der Branche herrscht allgemein Optimismus und Zuversicht.» Im vergangenen Jahr waren die Umsätze über alle Sparten um 3 bis 7 Prozent eingebrochen - «moderater als befürchtet», wie es heißt. Die Verbraucher könnten mit relativ stabilen Preisen rechnen, sagte Junkert.

 

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Offenbach - Die Lederwaren- und Kofferindustrie erwartet eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage. Zu Beginn der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BVLK, Manfred Junkert, am Freitag: «In der Branche herrscht allgemein Optimismus und Zuversicht.» Im vergangenen Jahr waren die Umsätze über alle Sparten um 3 bis 7 Prozent eingebrochen - «moderater als befürchtet», wie es heißt. Die Verbraucher könnten mit relativ stabilen Preisen rechnen, sagte Junkert.


Die Auftragseingänge für das erste Halbjahr 2010 sind laut Bundesverbands Lederwaren und Kunststofferzeugnisse (BVLK) um 5 bis 10 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des vorigen Jahres gestiegen. Vor allem die Nachfrage aus den Nachbarländern, aber auch aus Russland und den baltischen Staaten zieht demnach an.


Die Lederwaren-Hersteller mussten ein Minus von 9,7 Prozent beim Inlandsumsatz und sogar von 30,6 Prozent beim Auslandsumsatz verkraften - zusammengenommen ein Rückgang von 16,4 Prozent auf 224,8 Millionen Euro. Die Hersteller haben aber nur einen geringen Anteil am Marktvolumen mit Lederwaren in Deutschland von 2,1 Milliarden Euro beziffert. Der Handel macht den Hauptumsatz mit Importen. Diese nahmen im Vergleich zu 2008 um 4,4 Prozent auf 1,667 Milliarden Euro ab.


Der Bundesverband des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels (BLE) schätzt, dass der Fachhandel 2009 mehrheitlich den gleichen Umsatz wie 2008 hatte oder das Vorjahr leicht übertraf. Die meisten Verbraucher kaufen demnach in den 1.807 Fachgeschäften in Deutschland.


Die Exporte lagen mit 927 Millionen Euro um 7,4 Prozent unter dem Ergebnis von 2008. Am stärksten brach das Geschäft mit Russland ein - um 38,3 Prozent auf 35 Millionen Euro. Zweistellige Rückgänge gab es auch für den Export deutscher Lederwaren in die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und China. Bei den Ausfuhren in EU-Länder gab es nur ein Minus von 3,1 Prozent; exportiert wurden dorthin Waren für 624,4 Millionen.


Die Industrie reduzierte die Zahl ihrer Beschäftigten um 8,4 Prozent auf 1.996. Die Zahl der Betriebe liegt unverändert bei 23 Unternehmen.  (© AP)



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