Heizölpreis auf höchstem Stand seit November 2008
veröffentlicht am 20.03.2010

Der Heizölpreis ist auf den höchsten Stand seit November 2008 gestiegen. Ein Liter kostet zurzeit rund 67 Cent, wie der Hamburger Energiefachdienst EID am Freitag mitteilte. Auch andere Ölprodukte sind teuer.
Hamburg - Der Heizölpreis ist auf den höchsten Stand seit November 2008 gestiegen. Ein Liter kostet zurzeit rund 67 Cent, wie der Hamburger Energiefachdienst EID am Freitag mitteilte. Auch andere Ölprodukte sind teuer. Superbenzin kostet laut EID wie vergangene Woche weiter 1,45 Euro pro Liter im Bundesschnitt. Diesel lag bei 1,24 Euro.
Nach Ansicht von Marktbeobachtern zeichnet sich zumindest beim Rohöl eine Preisentspannung ab. Nach einer einmonatigen Rallye war der Ölpreis am Freitag unter die Marke von 82 Dollar gerutscht. Der Preis für ein Barrel Rohöl lag bei 81,92 Dollar. Der starke Preisanstieg der letzten Wochen von 69 auf über 83 Dollar war vor allem von den meist positiven Nachrichten über die US-Konjunktur getrieben worden.
Das am 1. April beginnende zweite Quartal gilt in der Ölbranche als traditionell schwach: Die Heizperiode ist vorbei, aber die große Urlaubswelle des Sommers hat noch nicht begonnen. Durch die sinkende Nachfrage könnten nun auch die Ölpreise weiter fallen. Analysten sehen aber auch gegenläufige Trends. «Der Preis wird von Inflationsängsten und dem steigenden Dow-Jones-Index (am New Yorker Aktienmarkt) gestützt», hieß es in einer Markteinschätzung von Sander Capital.
Völlig offen ist, ob Autofahrer in Deutschland bei einem Ölpreisrückgang billiger beim Tanken davonkämen: Falls der Euro weiter an Wert gegen den Dollar verliert, wird das in Dollar abgerechnete Öl vielleicht sogar teurer. Außerdem ist in den letzten Jahren im Frühjahr immer viel Benzin aus Europa in die USA exportiert worden, weil die US-Raffinerien dort nicht mit der Produktion nachkamen. Diese zusätzliche Nachfrage ließ die Preise in Europa steigen. (© AP)





