Radon gefährlicher als bisher bekannt
veröffentlicht am 20.03.2010

Das radioaktive Gas Radon ist Forschern zufolge gefährlicher als bislang bekannt. Die Radon-Belastung insbesondere in Neubauten müsse minimiert werden, schreiben die Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg in der neuen Ausgabe des «Deutschen Ärzteblatts». Radon sei für fünf Prozent der Lungenkrebsfälle in Deutschland verantwortlich und sorge für schätzungsweise 1.900 Todesfälle pro Jahr. Neben dem Zigarettenrauchen sei Radon damit die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen.
Erlangen - Das radioaktive Gas Radon ist Forschern zufolge gefährlicher als bislang bekannt. Die Radon-Belastung insbesondere in Neubauten müsse minimiert werden, schreiben die Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg in der neuen Ausgabe des «Deutschen Ärzteblatts». Radon sei für fünf Prozent der Lungenkrebsfälle in Deutschland verantwortlich und sorge für schätzungsweise 1.900 Todesfälle pro Jahr. Neben dem Zigarettenrauchen sei Radon damit die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen.
Würde der Höchstwert für die Radonkonzentration in Wohnungen auf 100 Becquerel pro Kubikmeter reduziert, könnten möglicherweise 300 Lungenkrebs-Todesfälle pro Jahr verhindert werden, heißt es in dem Forschungsbericht.
Für die Innenraum-Belastung mit Radon ist entscheidend, ob radonhaltige Luft aus dem Untergrund in das Gebäude eintritt. Um dies bei Altbauten zu verhindern, könnten Gebäudeteile abgedichtet werden, die die Erde berühren. Neubauten sollten von vornherein radonsicher gebaut werden, fordern die Wissenschaftler.
Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Es ist geruchs-, geschmacks- und farblos. Quelle sind Spuren von Uran und Thorium im Gestein und im Erdreich. Wo Menschen etwa durch Erzbergbau in den Boden eingreifen, können erhöhte Radonkonzentrationen vorkommen. (© AP)




Fahren mit Gas: Voller Tank und halbe Rechnung
Rückkauf von E.on-Gasnetz: Hamburger Grüne befürchten Millionenschaden

