Steuersünder-CDs: Erste Hausdurchsuchungen laufen

veröffentlicht am 19.03.2010


Der Ankauf der Steuersünder-CD aus der Schweiz hat nach einem Zeitungsbericht erste Hausdurchsuchungen nach sich gezogen. Drei Wochen nach dem Ankauf der Bankdaten besuchten deutsche Steuerfahnder einer Meldung der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (»FAZ») zufolge mutmaßliche Steuersünder. Demnach erschienen die Beamten bei Privatleuten in Süddeutschland, die keine Selbstanzeige abgegeben hatten, mit einem gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss.

 

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Stuttgart/München - Der Ankauf der Steuersünder-CD aus der Schweiz hat nach einem Zeitungsbericht erste Hausdurchsuchungen nach sich gezogen. Drei Wochen nach dem Ankauf der Bankdaten besuchten deutsche Steuerfahnder einer Meldung der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (»FAZ») zufolge mutmaßliche Steuersünder. Demnach erschienen die Beamten bei Privatleuten in Süddeutschland, die keine Selbstanzeige abgegeben hatten, mit einem gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss.


Die Finanzministerien in Baden-Württemberg und Bayern bestätigten der Nachrichtenagentur DAPD am Freitag, dass erste Steuerdaten aus der von Nordrhein-Westfalen erworbenen CD übermittelt worden seien. Zur Frage ob es bereits zu Hausdurchsuchungen gekommen sei, wollte die baden-württembergische Behörde jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen keine Stellung nehmen.


In Bayern erklärte ein Sprecher, seines Wissens habe es noch keine Durchsuchungen im Freistaat gegeben. Die Daten würden derzeit von einer Koordinierungsstelle im Landesamt für Steuern geprüft und gegebenenfalls an die zuständigen Stellen weitergeleitet.


Die «FAZ» berichtete unter Berufung auf den Rechtsanwalt der Betroffenen, die Steuerfahnder verfügten über Beweismaterial ziemlich guter Qualität. Schon bei ihrem Erscheinen hätten sie den exakten Betrag gekannt, der auf einem Konto einer Schweizer Bank lag. Der Steuerstrafverteidiger vermute aufgrund seiner Gespräche mit der Finanzverwaltung, dass in der kommenden Woche die erste Welle von Ermittlungsmaßnahmen anrollen könnte, berichtete die Zeitung. «Die Sitzen in den Startlöchern», zitierte die «FAZ» den Rechtsanwalt.


Die von Nordrhein-Westfalen Ende Februar für rund 2,5 Millionen Euro erworbene Daten-CD soll Angaben zu etwa 1.500 mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehern enthalten.  (© AP)



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