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19. März 2010

Strafverfolger greifen zunehmend auf soziale Netzwerke zurück



Washington - Viele Nutzer schummeln im Internet, besonders in den sozialen Netzwerken. So mancher tritt unter falschem Namen auf, wenn er sich Vorteile davon verspricht. Wer auf Facebook, MeinVZ, MySpace oder anderen Plattformen von Unbekannten Freundschaftsanfragen bekommt, muss dahinter nicht unbedingt den neugierigen Nachbarn oder die Exfreundin vermuten - es könnte auch die Polizei sein.

In den USA gehört die verdeckte Recherche der Ermittler mittlerweile zum Standardrepertoire, wie aus einem internen Papier des FBI hervorgeht. Nach einer Klage von Bürgerrechtlern musste die Behörde das Dokument veröffentlichen. Es ist ein Beweis dafür, dass die Beamten sehr genau wissen, wie einfach sie im Internet an Informationen über Verdächtige kommen können.

Bürgerrechtsgruppen sehen die neuen Ermittlungsmethoden allerdings kritisch. Denn Polizisten können nun relativ einfach auch das Umfeld von Verdächtigen untersuchen und so an private Informationen etwa von Familienmitgliedern kommen. Die Befürchtung: Der Staat tritt einmal mehr als «großer Bruder» auf, der alles überwacht.

Doch die Hauptsorge des FBI und anderer US-Sicherheitsbehörden scheint eher zu sein, dass sich verschiedene Beamte bei der Recherche in die Quere kommen könnten. Das Papier beschreibt eine Strategie, solche Konflikte zu vermeiden. «Man kann die Ermittlungen eines Kollegen leicht zunichtemachen, wenn man der gleichen Person nachspürt und sich ungeschickt verhält», sagt Frank Dannahey, Ermittler in Rocky Hill im Staat Connecticut.  weiterlesen >>


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