|
19. März 2010
Zu viel Homocystein im Blut: So schädlich wie Cholesterin
Frankfurt/Main - Kennen Sie Ihren Homocystein-Wert im Blut? Das könnte lebenswichtig sein. Denn das Zellgift ist alles andere als harmlos. Zirkuliert zu viel davon im Körper, steigt das Risiko für Arterienverkalkung, Herzinfarkt oder Schlaganfall sprunghaft an. Auch die Hirnleistung kann nachlassen bis hin zu Demenz und Alzheimer. Dem Stoffwechselprodukt wird zudem eine Rolle bei Depressionen und Osteoporose zugeschrieben. Kurzum: Mit Homocystein ist nicht zu spaßen.
Viele Wissenschaftler halten es mittlerweile für gefährlicher als Cholesterin und mindestens so schädlich wie Rauchen, wie das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) warnt. Dabei wäre es mit der Einnahme von Vitaminen leicht in den Griff zu kriegen. Nur - kaum ein Bürger weiß davon.
«Der Homocystein-Spiegel wird nur selten automatisch mitgetestet, wenn der Arzt ein Blutbild anordnet», sagt DGK-Ärztin Claudia Maulshagen. Und die Patienten fordern die Untersuchung nicht ein, weil sie in der Regel noch nie von dem Zellgift und seinen Gefahren gehört haben. Dabei raten Wissenschaftler schon seit einigen Jahren dazu, diesen wichtigen Blutwert spätestens ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig kontrollieren zu lassen. Mit dem Lebensalter steigt die Homocystein-Konzentration im Blut. Fast jeder Zweite über 50 hat Schätzungen zufolge zu hohe Werte.
Doch die Appelle zur Früherkennung seien bisher weitgehend erfolglos geblieben, klagen Experten. Allerdings werden Kosten für den Laborwert von den Krankenkassen in der Regel nicht getragen. Gezahlt wird oft erst dann, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt. weiterlesen >>

|