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18. März 2010
Zölibat: Im Zwiespalt von Liebesleben und Leidenschaft für die Kirche
Paris/Rom - Seit mehr als 20 Jahren ist Leon Laclau mit seiner Marga zusammen, teilt mit ihr sein Leben und häufig auch das Bett. Das Problem: Den größten Teil dieser Zeit diente Laclau als katholischer Priester in einer Stadt in den französischen Pyrenäen. Mittlerweile haben ihn seine Vorgesetzten des Amtes enthoben, was in seiner Gemeinde massive Proteste auslöste. Landesweit outeten sich daraufhin weitere Priester mit Partnerinnen und stellten - wie in anderen europäischen Ländern auch - das Zwangszölibat infrage.
Die Kritiker des Zölibats machen geltend, dass die Verpflichtung zur Ehelosigkeit zu einem deutlichen Einbruch bei den Priesteranwärtern führt. Befeuert wird die Debatte von den jüngsten Missbrauchsfällen in ganz Europa. Der Vatikan sieht keinen Zusammenhang zwischen Zölibat und den sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche. Über das Thema Priester in festen Partnerschaften wird jedoch der Mantel des Schweigens gebreitet.
«Meine Liebe zu Marga hat mich niemals davon abgehalten, Glauben zu haben. Im Gegenteil, sie hat mich dazu sogar noch ermutigt», sagt Laclau und fügt hinzu: «Ich lebte mein Liebesleben mit Marga, und ich behielt meine Leidenschaft für die Kirche.»
Kennengelernt haben sich die beiden im Jahr 1985. Laclau hielt den Trauergottesdienst für Margas ersten Ehemann. Als sich ihre Liebe entwickelte, versuchten sie zunächst, das zu verbergen. Stück für Stück erfuhren ihre Freunde von der Beziehung, reagierten «mit Schweigen, aber nicht aus Missbilligung, sondern um sich nicht einzumischen», wie Laclau erklärt. weiterlesen >>

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