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18. März 2010

HeidelbergCement legt massives Sparprogramm auf



Frankfurt/Main - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hofft nach einem massiven Gewinneinbruch im Rezessionsjahr 2009 auf ein Anziehen der Weltkonjunktur. Dank eines massiven Sparprogramms, dem unter anderem mehr als 12 Prozent der Belegschaft zum Opfer fielen, sieht sich der Konzern gut aufgestellt, um von einer Erholung der Wirtschaft überproportional zu profitieren.

Wie der bis Herbst 2009 mehrheitlich der hoch verschuldeten Merckle-Gruppe zugehörige Baustoffhersteller am Donnerstag mitteilte, brach der Jahresüberschuss um 91,3 Prozent auf 168 Millionen Euro ein. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Restrukturierungskosten. Operativ verdiente HeidelbergCement 1,317 Milliarden Euro, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 38,6 Prozent. Der Umsatz des im MDAX notierten Konzerns verringerte sich um 21,6 Prozent auf 11,117 Milliarden Euro.

Als Reaktion auf die weltweite Rezession und die eigene Verschuldung startete HeidelbergCement schon im Juli 2008 ein drastisches Sparprogramm. Es brachte nach Konzernangeben Kostensenkungen um 550 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie die geplanten 250 Millionen Euro. «Die strikten aber notwendigen Maßnahmen haben konzernweit zu einem Abbau von circa 7.500 Mitarbeitern im Jahr 2009 geführt», erklärte das Unternehmen. Ende des Jahres seien rund 53.300 Mitarbeiter bei HeidelbergCement beschäftigt gewesen.

Im Juni 2009 gelang es HeidelbergCement, mit mehr als 50 Banken eine umfangreiche Umschuldung auszuhandeln. Dadurch und durch eine Kapitalerhöhung im September sieht sich der Baustoffkonzern gut gerüstet, von der noch 2010 erwarteten Besserung der Bautätigkeit vor allem in Asien und Afrika zu profitieren. Vorstandschef Bernd Scheifele kündigte aber auch weiter ein «konsequentes Kostenmanagement» an, um die Finanzkennzahlen weiter zu verbessern.  weiterlesen >>


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