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 18. März 2010
Gesundheitswesen: Drohendes 15-Milliarden-Loch zwingt Koalition zum Handeln
Berlin - Angesichts des 2011 drohenden 15-Milliarden-Lochs in der gesetzlichen Krankenversicherung haben die Kassen die Regierungskommission aufgefordert, ihren Auftrag zu erweitern. Die acht Bundesminister müssten nicht nur über die Einnahmen, sondern auch über die Ausgaben reden, forderte die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte am Donnerstag in Berlin, angesichts des drohenden Defizits sei die «entscheidende Botschaft, dass nichts bleiben kann wie es ist».
Als Sparmöglichkeiten nannte Pfeiffer in der «Passauer Neuen Presse», die Arzthonorare an die wirtschaftliche Entwicklung zu koppeln. «Im Krankenhausbereich könnte man durch mehr Wettbewerb günstigere Konditionen für die Krankenkassen ermöglichen», fügte sie hinzu.
In der Regierungskommission, die am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen hat, müsse nicht nur über die Finanzierung, sondern auch über die Ausgaben gesprochen werden, forderte Pfeiffer. Wenn nichts unternommen werde, um Kosten zu sparen, würde spätestens im nächsten Jahr die breite Masse der Versicherten Zusatzbeiträge zahlen müssen.
Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Spahn, sagte, 2011 würde eine Finanzierungslücke von 15 Milliarden Euro entstehen, wenn die Einnahmen um null Prozent und die Ausgaben um fünf Prozent stiegen. Die Krankenkassen gingen von einer drohenden Elf-Milliarden-Lücke aus. Pfeiffer sagte, sie rechne mit einer Acht-Milliarden-Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen sowohl 2010 wie auch 2011. Hinzu kämen aber noch die weiter steigenden Kosten. weiterlesen >>

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