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18. März 2010

Falschangaben von Regenwaldforschern in Fördermittel-Anträgen haben Konsequenzen



Göttingen - Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat Ermittlungen wegen Untreue und Betruges gegen 14 Wissenschaftler eingeleitet. Diese sollen in einem Regenwald-Projekt Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zweckentfremdet haben. Grundlage der Ermittlungen sei ein detaillierter Prüfbericht über die Mittelverwendung in dem betroffenen Sonderforschungsbereich der Uni Göttingen, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Ermittlungsbehörde und bestätigte damit Medienberichte.

Den 14 Wissenschaftlern aus dem mittlerweile aufgelösten Göttinger Forschungsbereich «Stabilität von Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien» wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, rund 400.000 Euro veruntreut zu haben. Zum Teil seien für Publikationen beantragte Gelder zweckwidrig für Anschaffung von Geräten oder für Personalkosten verwendet worden, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner. Zudem hätten sich Wissenschaftler Kosten für noch gar nicht getätigte Publikationen erstatten lassen.

Hinweise auf eine private Bereicherung der Forscher gebe es aber nicht, betonte Heimgärtner. Die Ermittlungen seien so weit fortgeschritten, dass man den Anwälten der Forscher Akteneinsicht gewährt habe.

Die DFG hatte nach einer Prüfung des Sonderforschungsbereichs Ende vergangenen Jahre zwei Wissenschaftler für drei Jahre von der Tätigkeit in DFG-Gremien ausgeschlossen und drei Forscher schriftlich gerügt. Bei acht weiteren Forschern wurde ein wissenschaftliches Fehlverhalten festgestellt, ohne dass dies zu Konsequenzen führte.


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