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18. März 2010
Auf der Suche nach Öl und Gas: RWE legt weite Wege zurück
Hamburg - Der Energieriese RWE sucht in immer entfernteren Weltregionen nach Erdöl und Gas. Vor allem in Nord- und Westafrika und am Kaspischen Meer in Asien will die für die Förderung zuständige Tochter RWE Dea ihre Aktivitäten intensivieren, erklärte der Vorstandsvorsitzende Thomas Rappuhn am Mittwoch in Hamburg. Langfristig sollen Rappuhn zufolge die Hälfte der Gas- und Ölressourcen des Konzerns aus Nord- und Westafrika kommen, vor allem aus Ägypten.
Im Kaspischen Meer vor der Küste von Turkmenistan fördere das Unternehmen seit 2009 erfolgreich Öl und Gas, in Aserbaidschan führe man Gespräche mit dem staatlichen Ölkonzern, sagte Rappuhn. In Westafrika sollen Länder wie Äquatorialguinea und Angola erschlossen werden. Ausgeweitet werden laut Rappuhn auch die Anstrengungen in der Nordsee vor Großbritannien und Norwegen. «Wir werden auch über Europa, Nordafrika und den kaspischen Raum hinaus noch intensiver nach Möglichkeiten suchen, in attraktive Projekte einzusteigen», sagte Rappuhn weiter.
Auch in Norddeutschland plant RWE Dea neue Bohrungen. An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und in Niedersachsen seien weitere Bodenuntersuchungen angesetzt, sagte Rappuhn. An der Nordseeküste kündigte er die Suche nach neuen Ölfeldern an. Im Nationalpark Wattenmeer würden hingegen keine weiteren Förderanlagen errichtet.
Im Jahr 2009 hatte RWE Dea mit 2,8 Millionen Kubikmetern 12,5 Prozent weniger Gas gefördert. Die Ölförderung sank um 7,2 Prozent auf 2,3 Millionen Kubikmeter. Umsatz und Gewinn fielen wegen der niedrigeren Energiepreise deutlich stärker: Der Umsatz sank um etwa 25 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern sogar um etwa 80 Prozent auf 54 Millionen Euro.

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