Marienerscheinung in Medjugorje wird erneut geprüft
veröffentlicht am 18.03.2010

Auf Bitten der Bischöfe in Bosnien-Herzegowina hat der Vatikan erneut eine förmliche Untersuchung zu Berichten über eine Marienerscheinung in der Stadt Medjugorje eingeleitet. Eine internationale Kommission unter Leitung von Kardinal Camillo Ruini gehe den Hinweisen noch einmal nach, teilte der Kirchenstaat am Mittwoch mit.
Rom - Auf Bitten der Bischöfe in Bosnien-Herzegowina hat der Vatikan erneut eine förmliche Untersuchung zu Berichten über eine Marienerscheinung in der Stadt Medjugorje eingeleitet. Eine internationale Kommission unter Leitung von Kardinal Camillo Ruini gehe den Hinweisen noch einmal nach, teilte der Kirchenstaat am Mittwoch mit.
1981 gaben sechs Jugendliche an, in Medjugorje Visionen der Jungfrau Maria erlebt zu haben. Seitdem besuchten etwa 30 Millionen Gläubige den Ort - obwohl Kardinal Tarcisio Bertone 1996 zu dem Schluss kam, dass «übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen» dort nicht bestätigt werden könnten.
Zu den Medjugorje-Pilgern gehört auch der österreichische Kardinal Christoph Schönborn, der über Neujahr in die Stadt reiste - obwohl kirchliche Pilgerfahrten dorthin offiziell nicht zugelassen sind. Schönborn sprach danach von einer privaten Reise. Allerdings feierte er in Medjugorje auch eine Messe und bezeichnete den Marienschrein als einen Baum, der viele Früchte trage. Schönborns Reise wurde danach vom zuständigen Bischof des Bistums Mostar, Monsignore Ratko Peric, kritisiert.
Die katholische Kirche hat bisher 13 Orte von Marienerscheinungen anerkannt, darunter Lourdes in Südfrankreich, Fátima in Portugal, Knock in Irland und Mexiko-Stadt (Guadeloupe). (© AP)




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