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17. März 2010

Kindesmissbrauch: Bundeskanzlerin will die ganze Wahrheit!



Frankfurt/Main - Kanzlerin Angela Merkel hat sich in die Debatte über immer neue Missbrauchsfälle eingeschaltet und eine gründliche Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein «verabscheuungswürdiges Verbrechen» sagte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch im Bundestag. Die katholische Kirche kündigte unterdessen an, dass sich der Papst in dieser Woche an die Opfer wenden werde.

Merkel äußerte sich in der Generaldebatte des Bundestages erstmals öffentlich zu den Vorgängen, die vor allem katholische Einrichtungen betreffen. Notwendig sei «Klarheit und Wahrheit über alles, was passiert ist», sagte die Regierungschefin. Mit Blick auf massive Vorwürfe gegen Verantwortliche der katholischen Kirche sagte die Kanzlerin, die Diskussion sollte nicht auf eine Gruppe verengt werden.

Merkel fügte hinzu, sie sei froh, dass ihre Ministerinnen für Justiz, Bildung und Familie anders als zunächst geplant nicht zwei getrennte, sondern einen gemeinsamen Runden Tisch zum Thema Missbrauch einrichten wollen. Dieses Gesprächsforum könne sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blicken und etwa Fragen der Verjährungsfristen und der möglicher Entschädigungsfragen in den Blick nehmen.

Das erlittene Unrecht begleite die Betroffenen oft ein Leben lang, sagte Merkel. Völlige Wiedergutmachung könne es daher nicht geben. Doch müssten die Opfer das Gefühl haben, in der Gesellschaft gehört zu werden.  weiterlesen >>


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