Lena Meyer-Landrut in Hannover: Begeisterter Empfang für deutsche Grand-Prix-Hoffnung
veröffentlicht am 17.03.2010

Frenetischer Jubel für Lena Meyer-Landrut in ihrer Heimatstadt Hannover: An die 1.000 Fans drängten sich am Dienstagabend im Foyer der hannoverschen Rathauses, um die 18-jährige nach ihrem Sieg beim der Grand-Prix-Casting «Unser Star für Oslo» zu begrüßen. Die Band «The Jetlags», bei der Lenas Castig-Mitstreiter Cyril Kruger singt, heizte den Wartenden ein.
Hannover - Frenetischer Jubel für Lena Meyer-Landrut in ihrer Heimatstadt Hannover: An die 1.000 Fans drängten sich am Dienstagabend im Foyer der hannoverschen Rathauses, um die 18-jährige nach ihrem Sieg beim der Grand-Prix-Casting «Unser Star für Oslo» zu begrüßen. Die Band «The Jetlags», bei der Lenas Castig-Mitstreiter Cyril Kruger singt, heizte den Wartenden ein.
«Du hast unheimlich vielen Menschen in Hannover in den letzten Wochen ganz viel Freude gemacht», begrüßte Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) die Gesamtschülerin. «Deine Art des Auftretens hat Dir nicht nur in Hannover die Herzen geöffnet», sagte er. Dass eine Schülerin aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nun Deutschland in Oslo vertrete, sei eine ganz tolle Geschichte, schwärmte der SPD-Politiker und überreichte Lena einen Hannover-Fotoband mit dem programmatischen Titel «Die schönste Stadt der Welt».
Mit einem solchen Empfang habe sie auf keinen Fall gerechnet, erwiderte die 18-jährige. «Ich habe damit gerechnet nach Hause zu kommen und mich ein bisschen auszuruhen.» Der Empfang sei wahnsinnig riesig und sehr schön. Hannover sei super, weil es ihre Heimatstadt sei.
Vor der Reise zum Eurovision Song Contest muss die Schülerin der «Integrierten Gesamtschule» (IGS) im hannoverschen Stadtteil Roderbruch allerdings noch die Abiturprüfungen hinter sich bringen. «Das Abi wird vorbereitet», versicherte sie gleich nach ihrer Ankunft.
Lena wird dabei an der IGS Roderbruch Abitur wie alle anderen Schüler ihres Jahrganges machen. «Es gibt für sie keine Sonderregelung», betonte Schulleiter Bernd Steinkamp auf Anfrage. Er sei nicht nur auf Lena, sondern auf alle Abiturienten stolz. «Ich will kein Autogramm von ihr, sondern sie will eines von mir unter dem Abi-Zeugnis», fügt er hinzu. Allerdings hätten Lena selbst und die sie nun betreuende Fernsehproduktion «Brainpool» auch keinerlei Sonderregelung verlangt.
Die 18-Jährige hat denn auch vor den schriftlichen Abiturprüfungen «auf jeden Fall» mehr Angst als vor späteren dem Auftritt in Oslo. Zentralabitur sei Mitte April, sagte sie. Pauken will sie «so viele Wochen, wie ich noch Zeit habe».
Bislang bekomme sie Musik und Schule noch ganz gut unter einen Hut, erzählte die 18-Jährige. «Ich mache Schule, wenn ich Schule machen kann und wenn ich nicht Schule machen kann, mache ich Musik.»
Das Singen hat Lena Meyer-Landrut nach eigenen Worten «eigentlich nie so richtig gelernt, das kam so». Sie sei nur «in der einen oder anderen Schulband mal hin und wieder am Wochenende» aufgetreten, berichtete sie.
Geschadet haben diese Auftritte dem jungen Star aber auf keinen Fall. Die IGS Roderbruch habe unter anderem einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt, erläuterte Schulleiter Steinkamp nicht ohne Stolz. Seine Schüler studierten regelmäßig Musicals und Theaterstücke ein. Es gebe stets eine ganze Reihe von Schulbands.
Die IGS richtet Steinkamp zufolge zudem jedes Jahr ein eigenes Rockfestival und ein Kulturfestival für Musical und Theater aus. «Ich erinnere mich gut daran, wie Lena schon bei uns, nur von einem Gittaristen begleitet, in ihrem typischen, lockeren Gesangstil aufgetreten ist», sagt Steinkamp. Sie sei aber keineswegs die erste talentierte Sängerin, die die Schule hervorgebracht habe.
Ob die musisch-kulturelle Schulbildung von Lena Meyer-Landrut am Ende für Lorbeeren beim Grand Prix in Oslo ausreicht, ist allerdings noch ungewiss. Die Schülerin selbst will ihre Chancen in Oslo bislang nicht bewerten. «Wenn ich hier eine Kugel hätte, dann könnte ich jetzt hineingucken», sagte die 18-Jährige nach ihrer Ankunft in Hannover auf entsprechende Fragen. Dabei zeichnete sie mit der Miene einer Wahrsagerin in der Luft die Form einer Glaskugel nach. (© AP)




Lena: Gesamtschule war "uncool und deshalb entspannt"
13,8 Millionen Deutsche sahen Lena bei Titelverteidigung scheitern
Lena nur ein Marketingprodukt?
Eurovision Song Contest: Lena will nicht über neuerlichen Sieg nachdenken

