Kindesmissbrauch: Ein Runder Tisch sollte reichen
veröffentlicht am 17.03.2010

Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge nun doch nicht zu zwei getrennten Runden Tischen zum Thema Missbrauch einladen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwochausgabe), sie halte es für eine gute Idee, die gesamte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zu bündeln.
Osnabrück - Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge nun doch nicht zu zwei getrennten Runden Tischen zum Thema Missbrauch einladen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwochausgabe), sie halte es für eine gute Idee, die gesamte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zu bündeln.
«Wir sind derzeit innerhalb der Bundesregierung im Gespräch, um möglichst schnell, vielleicht bereits am 23. April, mit einem breit aufgestellten Gremium starten zu können», sagte die FDP-Politikerin laut Vorabmeldung. Darin könnten Prävention, Aufklärung, Opferentschädigung und rechtspolitische Konsequenzen beraten werden. Bislang waren zwei getrennten Runde Tische geplant - einen der Familien- und Bildungsministerinnen Kristina Schröder und Annette Schavan (beide CDU) und einen der Justizministerin.
Nach ihrer heftigen Kritik an der katholischen Kirche in den vergangenen Wochen fand Leutheusser-Schnarrenberger nun lobende Worte: «Es hat eine breite Debatte begonnen, die Veränderungswillen erkennen lässt.» Nach ihrem Eindruck sei in der katholischen Kirche viel in Bewegung gekommen. «Mein Appell für mehr Offenheit ist bereits aufgegriffen worden.» (© AP)




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