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17. März 2010

Joop: Günther Jauchs Modebotschaft wirkt anrührend



Berlin - Modedesigner Wolfgang Joop findet, dass Günther Jauch auch wegen seiner Kleidung so gut bei den Zuschauern ankommt. «Seine Garderobe ist nicht gut geschnitten. Die Anzüge sind am Hals und den Schultern zu weit, aber Jauch trägt Anzüge, bei denen man das Gefühl hat, die hätte ihm Mutti hingelegt», sagte der 65-Jährige der «Berliner Zeitung». «Diese sehr smarte Modebotschaft wirkt anrührend auf den Zuschauer», meinte Joop.

Zur Begründung erklärte er: «Jauch kommt nicht dominant daher, er erschreckt uns auch nicht mit zu viel Eleganz oder Sexappeal. Wenn man ihn sieht, kann man ganz ruhig auf dem Sofa sitzen bleiben.»

Auf die Frage, wann ein Mann schlecht gekleidet sei, antwortete Joop: «Wenn er sich an dem mittelmäßigen Geschmack seiner Umgebung orientiert oder an Vorbildern, die er nie erreichen kann.» Wichtig sei: «Egal was du anziehst, gucke nicht so hilflos in die Gegend - oder zu trotzig. Frau Merkel in ihren formfreien Jacken guckt immer so, als wolle sie sagen 'Es ist mir egal, was ihr von meinem Outfit haltet, ich lasse die Knöpfe über der Brust geschlossen'.» Über Fußball-Bundestrainer Joachim Löw sagte Joop: «Der rührt einen ja zu Tränen mit seiner Frisur.»


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