Zweifel an Zeugenaussage gegen Demjanjuk

veröffentlicht am 17.03.2010


Im Mordprozess gegen den mutmaßlichen KZ-Wachmann John Demjanjuk hat der Historiker Dieter Pohl Zweifel an der Aussage eines Belastungszeugen geäußert. Der inzwischen verstorbene Ukrainer Ignat Daniltschenko hatte 1979 dem sowjetischen Geheimdienst KGB zufolge gesagt, Demjanjuk und er selbst hätten am Judenmord im Vernichtungslager Sobibor teilgenommen.

 

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München - Im Mordprozess gegen den mutmaßlichen KZ-Wachmann John Demjanjuk hat der Historiker Dieter Pohl Zweifel an der Aussage eines Belastungszeugen geäußert. Der inzwischen verstorbene Ukrainer Ignat Daniltschenko hatte 1979 dem sowjetischen Geheimdienst KGB zufolge gesagt, Demjanjuk und er selbst hätten am Judenmord im Vernichtungslager Sobibor teilgenommen.


Pohl vom Münchner Institut für Zeitgeschichte sagte am Dienstag im Landgericht, mutmaßliche Kollaborateure seien in KGB-Verhören routinemäßig blutig geschlagen worden. Auch die US-Ermittlungsbehörden hatten die Glaubwürdigkeit von Daniltschenkos Aussage bezweifelt. Demjanjuk ist der Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen angeklagt, bestreitet aber, KZ-Wächter gewesen zu sein.  (© AP)


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