|
17. März 2010
Nach Berliner Vorbild: Jetzt streiten CSU und FDP auch in Bayern
München - In der bayerischen CSU/FDP-Regierung ist ein offener Streit über die Leitung des Münchner Gärtnerplatztheaters ausgebrochen. Staatskanzleichef Siegfried Schneider warf Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Dienstag schlechten Stil vor, weil er das Aus für Intendant Ulrich Peters vorschnell öffentlich verkündet habe. Das sei «eine Sache für den Koalitionsausschuss», forderte der CSU-Politiker.
Heubisch reagierte «verärgert» und warf Schneider ebenfalls schlechten Stil vor. Dem Ministerkollegen sollte bekannt sein, dass Kabinett oder Koalitionsausschuss nur über Berufungen in ein Spitzenamt und vorzeitige Vertragsbeendigungen zu beraten hätten. Beides treffe in diesem Fall nicht zu, erklärte Heubisch. Peters' Vertrag als Intendant des Gärtnerplatztheaters laufe nach fünf Jahren im August 2012 aus und werde nicht verlängert. Das sei ein völlig normaler Vorgang.
Lesen Sie auch: Aufführung vom Grünen Hügel kommt live ins Kino
Nach dem Verlust des Hauptsponsors Siemens für das Public Viewing wollen die Bayreuther Festspiele neue Wege gehen. So soll die preisgekrönte Aufführung von Richard Wagners "Parsifal" in der Regie von Stefan Herheim am 11. August bundesweit in etlichen Kinos live aus dem Festspielhaus am Grünen Hügel übertragen werden. Derzeit werde an Verträgen mit mehr als 100 Kinos gearbeitet, sagte Festspielleiterin Katharina Wagner der "Welt am Sonntag". Es werde eigens für die Kinobesucher ein exklusives Pausenprogramm geben, das der Tenor Klaus Florian Vogt und sie selbst moderieren werden, kündigte die Urenkelin des Komponisten an. zur Nachricht >>

|