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17. März 2010

Dresden will fast 836 Millionen Euro für EnBW-Tochter zahlen



Dresden - Dresden steht kurz vor der millionenschweren Übernahme einer Tochter des baden-würtembergischen Energieversorgers EnBW. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, stimmten die zuständigen Ausschüsse für Finanzen und Umwelt am Montagabend für den Kauf des Energieversorgers Geso. Nach den Plänen des Rathauses wird Dresden dafür rund 836 Millionen Euro an den süddeutschen Energieriesen zahlen. Die endgültige Entscheidung trifft am Donnerstag der Stadtrat.

Stimmen die Räte zu, kann Dresden mit dem Kauf zudem seine Anteile am kommunalen Energieversorger Drewag um 35 Prozent auf dann 90 Prozent aufstocken. Die EnBW hatte in der Vergangenheit Anteile an der Drewag gekauft und in der Geso gebündelt. Zugleich erwirbt die sächsische Landeshauptstadt mit der Geso Anteile an mehreren Versorgern in der Region. Finanziert werden soll das Geschäft überwiegend über Fremdkredite. Die Stadt selbst übernimmt Bürgschaften. EnBW muss sich auf Druck des Bundeskartellamts von der Geso trennen. Dresden hatte sich in einem Bieterverfahren durchgesetzt.

Es handelt sich bei dem Geschäft um die größte finanzielle Transaktion Dresdens seit dem Komplettverkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft. Die Stadt hatte vor vier Jahren ihren gesamten Wohnungsbestand für 1,7 Milliarden Euro an eine US-Investmentgesellschaft verkauft und war damit auf einen Schlag alle Schulden los.


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