Opel-Sanierung: Betriebsrat fordert erneut Marktzugang in China
veröffentlicht am 16.03.2010

Die Verhandlungen zwischen Opel-Management und Betriebsrat über eine Sanierung des Autobauers machen offenbar gute Fortschritte. In knapp der Hälfte der offenen Fragen sei inzwischen eine Einigung erzielt, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Dienstag nach einem Besuch der SPD-Fraktion im Wiesbadener Landtag: «Wir sprechen intensiv und dauernd.»
Wiesbaden - Die Verhandlungen zwischen Opel-Management und Betriebsrat über eine Sanierung des Autobauers machen offenbar gute Fortschritte. In knapp der Hälfte der offenen Fragen sei inzwischen eine Einigung erzielt, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Dienstag nach einem Besuch der SPD-Fraktion im Wiesbadener Landtag: «Wir sprechen intensiv und dauernd.»
Franz sprach sich für staatliche Bürgschaften an Opel aus, sollten die Verhandlungen zwischen Unternehmen und Betriebsrat erfolgreich verlaufen. Der von Opel-Chef Nick Reilly im Februar vorgelegte Sanierungsplan sei lückenhaft. Gelinge es, diese Lücken zu schließen, seien auch die Arbeitnehmer bereit, einen Beitrag zur Sanierung zu leisten.
Konkret forderte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats mehr Eigenständigkeit und Autonomie für Opel. Die Marke müsse einen Zugang zu den wichtigen Automärkten China und Russland bekommen: «Um all dies wird noch gerungen.» Reilly hatte von den Arbeitnehmern einen Lohnverzicht von 265 Millionen Euro pro Jahr gefordert.
Opel hatte am vergangenen Freitag einen Durchbruch bei den Verhandlungen in Großbritannien und Spanien verkündet. So sei die britische Regierung zu einer Bürgschaft von 300 Millionen Euro bereit. In Spanien habe sich das Management mit der Gewerkschaft auf den Abbau von 900 Arbeitsplätzen geeinigt. Franz sagte dazu, die Zustimmung zum Abbau von Arbeitsplätzen in Spanien stehe noch unter dem Vorbehalt, dass das Opel-Werk im belgischen Antwerpen erhalten bleibe.
Franz sieht die Gefahr einer Insolvenz des Autobauers als gebannt an. Eine Insolvenz sei vom Tisch, Die Liquidität des Unternehmens sei nach der Zusage von 1,9 Milliarden Euro durch den Opel-Mutterkonzern General Motors bis weit über das Jahr 2010 hinaus gesichert. (© AP)




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