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16. März 2010

Frauendiskriminierung in der Werbung



Berlin - Trotz des harten Wettbewerbs in der Werbebranche ist die Zahl der beanstandeten Kampagnen in Deutschland leicht gesunken. Dies teilte der Deutsche Werberat (DWR) auf seiner Jahrespressekonferenz am Dienstag in Berlin mit. Hatte es im Jahr 2008 noch 264 Beanstandungen gegeben, rügte der DWR im vergangenen Jahr nur 255 mal. Dennoch habe es erneut Fälle krasser Grenzüberschreitungen gegeben.

Über ein Drittel (35 Prozent) der Beschwerden aus der Bevölkerung betraf im Jahr 2009 den Vorwurf, die Werbemaßnahme diskriminiere Frauen. Mit deutlichem Abstand folgten Beschwerden wegen Gewaltverherrlichung (11 Prozent), wegen des Verstoßes gegen moralische Mindestanforderungen (10 Prozent) und der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen (9 Prozent).

Insgesamt trafen die Proteste der Bevölkerung laut DWR vor allem jene Branchen, die 2009 besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen waren. So gerieten die Medien mit ihrer Eigenwerbung am häufigsten ins Visier der Bürger, wie der DWR berichtet. «Aufmerksamkeit ist das Gold der Zeit», sagte DWR-Sprecher Volker Nickel, doch müsse die Werbung auch in Zeiten harten Wettbewerbs im Rahmen von Gesetz, Anstand und Moral der Bevölkerung bleiben.


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