Duetsche für Einheits-Krankenkasse, Medikamenten-Preisbindung und Gratis-Schulessen
veröffentlicht am 16.03.2010

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger plädiert für eine Einheits-Krankenkasse, um Kosten im Gesundheitssystem zu sparen. Das geht aus einer Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung im Auftrag der «Leipziger Volkszeitung» hervor. Zwei Drittel sind demnach dafür, die Zahl der Kassen zumindest weiter drastisch zu reduzieren.
Leipzig - Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger plädiert für eine Einheits-Krankenkasse, um Kosten im Gesundheitssystem zu sparen. Das geht aus einer Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung im Auftrag der «Leipziger Volkszeitung» hervor. Zwei Drittel sind demnach dafür, die Zahl der Kassen zumindest weiter drastisch zu reduzieren. Einsparmöglichkeiten werden von den meisten Befragten auch bei Verwaltungskosten der Kassen und Ausgaben für Arzneimittel gesehen. Acht von zehn Deutschen befürworten eine staatliche Preisbindung für Medikamente.
Die sogenannte Kopfpauschale, für die sich auch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) stark macht, stößt dagegen nur bei einem Drittel auf Zustimmung. Die meisten lehnten den einheitlichen Beitrag für alle ab, hieß es.
In der Debatte um die Hartz-IV-Regelsätze sprechen sich etwa drei Viertel der Deutschen dafür aus, Gelder an leistungsfähige Empfänger nur dann zu zahlen, wenn diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür eine Gegenleistung erbringen. Die große Mehrheit ist aktuell weder für eine deutliche Erhöhung noch für eine Kürzung. Bei der Unterstützung von Kindern aus sozial schwachen Familien sind mehr als drei Viertel dagegen, den Eltern mehr Geld für den Nachwuchs in die Hand zu geben.
Sie plädieren stattdessen dafür, zweckgebundene Gutscheine etwa für Schulbücher und Instrumente auszugeben und beispielsweise kostenloses Schulessen anzubieten. Über 80 Prozent der Befragten sind auch dafür, dass die betreffenden Kinder gratis ins Theater, ins Kino und ins Schwimmbad dürfen und kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge im Februar 1002 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte aus dem Bundesgebiet befragt. (© AP)




Linkspartei lädt zu Oppositions-Gipfel
Gesundheitsgipfel mit Sparpaket
Saarlands Ministerpräsident: Kopfpauschale derzeit nicht finanzierbar

