Katholische Kirche will Missbrauchs-Hotline schalten

veröffentlicht am 16.03.2010


Angesichts immer neuer Missbrauchsfälle will die katholische Kirche am 30. März eine spezielle Hotline einrichten. Dort sollen Fachleute Opfern, aber auch Tätern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wie der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Dienstag erklärte.

 

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Frankfurt/Main - Angesichts immer neuer Missbrauchsfälle will die katholische Kirche am 30. März eine spezielle Hotline einrichten. Dort sollen Fachleute Opfern, aber auch Tätern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wie der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Dienstag erklärte. Das Hilfsangebot geht auf einen Beschluss der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück. Ackermann ist der Beauftragte des Gremiums für alle Fragen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger. Einzelheiten sollen am 30. März bekanntgegeben werden.


Unterdessen geht die Diskussion über den Umgang der katholischen Kirche mit den Missbrauchsfällen weiter. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sprach sich im Sender N24 dafür aus, dass Priester künftig wählen sollen, ob sie nach dem Zölibat leben wollten. Zugleich sagte sie, dass die Kirche in dieser Frage nicht zu schnellen Veränderungen in der Lage sei. «Die Mühlen mahlen langsam», beklagt die katholische Politikerin.  (© AP)


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