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16. März 2010

Stromnetzbetreiber sollen sparen



Bonn - Die deutschen Stromnetzbetreiber sollen sparen zugunsten der Verbraucher. Die Bundesnetzagentur ordnete am Dienstag die deutschlandweite Einführung eines Netzregelverbunds bis spätestens 31. Mai 2010 an. Die Wettbewerbsbehörde erwartet dadurch jährlich Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. «Auch den Verbrauchern könnten diese in Form von sinkenden Strompreisen zugutekommen», sagte der Präsident der Netzagentur Matthias Kurth.

Der Hintergrund: Eine der Hauptaufgaben der Übertragungsnetzbetreiber ist der Ausgleich des permanenten Ungleichgewichts zwischen Erzeugung und Verbrauch. Wegen der getrennten Netze konnte dies bislang dazu führen, dass der eine Betreiber wegen hoher Nachfrage zusätzlichen Strom einspeisen musste, während im anderen Netz Überschüsse vorhanden waren. Dafür müssen jederzeit schnell einsatzbereite Kraftwerkskapazitäten vorgehalten werden, was sehr teuer ist.

Der jetzt angeordnete Verbund verhindere dies, betonte die Netzagentur. Drei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber - 50Hertz Transmission (Vattenfall), EnBW-Transportnetze und Transpower (Tennet, früher E.ON) hatten bereits im vergangenen Jahr einen Regelverbund für ihre Netze eingeführt. Nun soll er auch auf das Netz von Amprion (RWE) ausgedehnt werden. Schon kurzfristig seien durch diesen Schritt Einsparungen in Höhe von rund 16 Millionen Euro monatlich zu erreichen, sagte Kurth.

Die Netzagentur schloss nicht aus, dass es künftig eine noch intensivere Zusammenarbeit der Übertragungsnetzbetreiber geben könne. Denkbar sei etwa die Schaffung einer einheitlichen Regelzone oder eine Erweiterung des Verbundes durch die Einbeziehung europäischer Nachbarländer. «Alle Integrationsbemühungen könnten dabei Schritte zur Schaffung einheitlicher europäischer Netzstrukturen sein», sagte Kurth.


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