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16. März 2010
Solaranlagen machen Feuerwehr Probleme
Düsseldorf - Solaranlagen stehen bei Hausbesitzern hoch im Kurs: sauberer Strom durch Sonnenlicht, dazu eine langfristige Förderung vom Staat. Einmal auf dem Dach installiert, liefert eine Photovoltaikanlage jahrzehntelang zuverlässig Strom. Doch genau das stellt die Feuerwehr immer häufiger vor Probleme: Da sich die Anlagen oft nicht komplett ausschalten lassen, droht den Einsatzkräften bei den Löscharbeiten ein elektrischer Schlag.
«Solange Licht auf eine Photovoltaikanlage fällt, produziert sie auch Strom», erklärt Carsten Pix vom Deutschen Feuerwehrverband. Dies mache Löscharbeiten zwar nicht unmöglich, könne sie aber erschweren oder verzögern. Probleme gebe es immer dann, wenn die Feuerwehr nicht nur aus sicherer Entfernung einen Wasserstrahl auf das Gebäude richte, sondern zur Rettung oder Brandbekämpfung direkt aufs Dach oder ins Haus müsse.
«Man weiß ja nie, ob durch den Brand Kabel beschädigt sind, also müssen die Einsatzkräfte erst mal mehrere Meter Abstand halten, um einen Stromschlag zu vermeiden», erklärt Pix. Gerade bei Dachstuhlbränden, bei denen häufig ein Teil des Daches abgetragen werden müsse, sei das ein Problem.
In nordrhein-westfälischen Rösrath kam es Anfang 2009 beim Brand eines Einfamilienhauses bereits zu einem Unfall: Ein Feuerwehrmann übersah im verrauchten Keller eine beschädigte Leitung, erlitt einen Stromschlag und musste zur Beobachtung mehrere Tage im Krankenhaus bleiben. Man habe die Situation damals einfach falsch eingeschätzt, weil die Photovoltaikanlage vom Boden aus nicht zu sehen war, erinnert sich der Einsatzleiter. weiterlesen >>

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