Schwierige Zeiten für Palm: Smartphone Pre in den USA weniger erfolgreich als erwartet
San Francisco - Vor einem Jahr schien der Erfolg zu Palm zurückgekehrt: Ein neuer Vorstandschef, der Erfahrungen bei Apple mitbrachte, ein neues Smartphone und ein neues mobiles Betriebssystem. In diesem Jahr aber ist es still geworden um Palm und einige Analysten in den USA zweifeln bereits, ob das Unternehmen noch länger als ein oder zwei Jahre seine Selbständigkeit erhalten kann.
Nach Einschätzung dieser Experten könnte es zu eng werden für den Palm Pre auf einem Markt, der vom iPhone, vom Blackberry und von den Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android bestimmt wird. Palm hat wichtige Pionierarbeit geleistet in den frühen Tagen der Handheld-Computer, auch wenn sich der 1996 eingeführte Palm Pilot nicht durchsetzen konnte.
Danach blieb es lange ruhig um das kalifornische Unternehmen, das nach einem Intermezzo im Besitz von U.S. Robotics und 3Com seit dem Jahr 2000 wieder selbständig ist. Im vergangenen Jahr, bei der International Consumer Electronics Show (CES) im Januar in Las Vegas, präsentierte Vortstandschef Ed Colligan dann den «Relaunch» von Palm: Das elegante Touchscreen-Smartphone Palm Pre wurde allenthalben als ernstzunehmende Konkurrenz für das iPhone von Apple gefeiert. Schließlich bietet das Pre-Betriebssystem webOS im Unterschied zum iPhone die Möglichkeit, mehrere Anwendungen gleichzeitig zu nutzen.
Für zusätzlichen Optimismus sorgte im Juni 2009 die Berufung von Jon Rubinstein an die Vorstandsspitze. Schließlich hatte der 53-Jährige zuvor ein Jahrzehnt lang miterlebt, wie Apple seinen Neustart gemeistert hat. weiterlesen >>