|
15. März 2010
Mutmaßlicher Serienvergewaltiger geht Polizei in der Eifel ins Netz
Düsseldorf - Ein 46-jähriger mutmaßlicher Serienvergewaltiger ist nach einer internationalen Großfahndung in der Eifel festgenommen worden. Der Mann soll sich in den vergangenen 19 Jahren in der Rheinschiene, im Saarland, im Raum Eupen in Belgien und in Steyl bei Venlo an mindestens 60 Frauen vergangen oder sie sexuell belästigt haben, wie die Krefelder Polizei und Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Montag mitteilten.
Die rund 20 Vergewaltigungen erfolgten, nachdem der Täter in Wohngebäude, Altenheime oder Studentenwohnheime eingestiegen war. In einigen Fällen sei er seinen Opfern auch mit dem Auto oder zu Fuß gefolgt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Über 40 Frauen soll er sich zudem mit Hilfe einer Mitleidsmasche sexuell genähert haben: Der Mann gab demnach vor, auf der Suche nach einer Behindertenstätte zu sein und beim Urinieren Hilfe zu benötigen, weil er aufgrund einer Behinderung seine Arme nicht bewegen könne. Den Zusammenhang zwischen den Taten sei durch DNA-Spuren nachgewiesen worden, erklärten die Ermittlungsbehörden.
Der nun festgenommene Mann ist laut Polizei verheiratet und hat zwei Kinder. Vier Opfer hätten den Verdächtigen, der den Behörden bereits wegen anderer Sexualdelikte bekannt ist, bislang wiedererkannt. Der Fall des Serienvergewaltigers war in vergangenen Woche auch in der Sendung «Aktenzeichen XY - ungelöst» gezeigt worden. Einen entscheidenden Hinweis auf den Verdächtigen habe sich daraus aber nicht ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Der entscheidende Tipp sei vielmehr von einem belgischen Kollegen gekommen, der gegen den Mann wegen eines im Raum Eupen begangenen Diebstahldeliktes ermittelt hatte.

|