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Euro temporär weniger als 1,3650 US-Dollar Wert

veröffentlicht am 15.03.2010


Weiter in gerader Linie abwärts ist der Euro am Montagabend gefallen. Mit Kursen von zeitweise unter 1,3650 USD fiel die Gemeinschaftswährung weiter zurück. Noch am Freitag hatte sie fast die Marke von 1,38 USD erreicht.

 

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Frankfurt - Weiter in gerader Linie abwärts ist der Euro am Montagabend gefallen. Mit Kursen von zeitweise unter 1,3650 USD fiel die Gemeinschaftswährung weiter zurück. Noch am Freitag hatte sie fast die Marke von 1,38 USD erreicht. Händler machten vor allem Stop-Loss-Orders für den kräftigen Rückgang verantwortlich. "Die Erholung seit Monatsbeginn verlief sehr, sehr steil", sagte ein Händler. Daher hätten Euro-Halter sehr enge Stops an den Kursverlauf gelegt, die nun reihenweise ausgelöst worden seien.


Fundamental belaste, dass es vom Treffen der Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel kaum "brauchbare" Aussagen gebe. Dort stellt der griechische Finanzminister Papakonstantinou den anderen 15 Euro-Staaten das Sparprogramm seiner Regierung vor. Vor allem gebe es aber keine handfesten Aussagen zur Zukunft eines Europäischen Währungsfonds (EWF). "Solange hier keine Klarheit herrscht, muss der Markt eine Ausfallprämie für Griechenland in die gesamte Euro-Zone einpreisen", so der Händler.


Zudem störten Forderungen nach einer "Wachstumsbremse" für Deutschland. Die französische Finanzministerin Lagarde hat den deutschen Außenhandelsüberschuss als "nicht tragbar" für die Nachbarstaaten in der EU bezeichnet. "Die deutsche Exportstärke stützt aber gerade den Euro", so ein weiterer Händler: "Der Markt befürchtet, dass sich Europa damit selbst ein Bein stellt".


Stützend für den US-Dollar wirkt sich zudem die Sitzung der US-Notenbank am Dienstag aus. Einige Stimmen im Markt befürchten, dass die Fed ein Ende ihrer Nullzinspolitik andeuten könnte. Daher werde genau auf die Wortwahl geachtet, ob weiter von einer "ausgedehnten Periode" niedriger Zinsen die Rede sein wird.


Zudem stützten den Greenback Aussagen aus China: Zwar sei hier nicht die befürchtete Erhöhung der Mindestreserve für Banken erfolgt, jedoch erteilte das Land Rufen nach einer Währungsaufwertung eine Absage. "Vor allem der Devisenmarkt hatte in Yen und Dollar auf eine Yuan-Aufwertung um bis zu 5% gesetzt", so ein Händler. Auch wies der chinesische Premierminister Wen Jiabao auf die Gefahr einer "Double-Dip-Rezession" hin, unter anderem aufgrund der Mischung aus Verschuldung und Arbeitslosigkeit in den Industrieländern.


Kaum Impulse konnten die US-Konjunkturdaten auslösen: So hat sich der Anstieg der Industrieproduktion in den USA im Februar erwartungsgemäß abgeschwächt. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 72,7%. Allerdings war die Industrie zwischen 1972 und 2008 im Schnitt zu 80,6% ausgelastet. Leicht positiv wurde der überwiegend bessere Empire State Index aufgenommen. Vor allem Auftragseingänge und Beschäftigung lagen hier über Erwartung. Allerdings sorgte ein hoher Preisanstieg dafür, dass der Gesamtindex auf 22,86 im März zurückfiel. Im Februar hatte er noch bei 24,92 gelegen.


Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittagsfixing mit 1.104,25 USD nur leicht erholt über der 1.100er-Marke festgestellt worden. Am Vormittag wurde sie bereits mit 1.104,00 USD gefixt.  (© Dow Jones)


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