Leutheusser und Zollitsch vereinbaren Treffen
veröffentlicht am 15.03.2010

Der Termin für ein Treffen von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, über den Umgang mit Missbrauchsfällen im Bereich der katholischen Kirche steht. Das erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. Wann und wo sich die FDP-Ministerin und der Erzbischof treffen, sagte er nicht.
Berlin - Der Termin für ein Treffen von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, über den Umgang mit Missbrauchsfällen im Bereich der katholischen Kirche steht. Das erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. Wann und wo sich die FDP-Ministerin und der Erzbischof treffen, sagte er nicht. Die Art der Kommunikation sei noch nicht mit dem Sekretariat der Bischofskonferenz abgesprochen.
Zwischen Zollitsch und Leutheusser-Schnarrenberger hatte es Verstimmungen gegeben, nachdem die Ministerin der Kirche mangelnde Zusammenarbeit mit staatlichen Ermittlungsbehörden vorgeworfen hatte. Sie sollten in einem Treffen ausgeräumt werden. Bei dem Termin solle es auch darum gehen, in welcher Form die bisherige Praxis der Kirche aufgearbeitet und künftigen Missbrauchsfällen möglichst vorgebeugt werden solle, sagte der Sprecher.
Kanzlerin Angela Merkel lobte am Montag ausdrücklich die Rückendeckung des Papstes für die Bemühungen der Kirche um Aufklärung der Fälle. Die Bundeskanzlerin sehe es als «gutes Zeichen, dass die Bemühungen der Kirche um Aufklärung ausdrücklich die Rückendeckung des Vatikans haben», sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans. Merkel gehe es aber nicht nur um den Bereich der katholischen Kirche, sondern um «eine gesamtgesellschaftliche Debatte». Um sie produktiv zu führen, sei es wichtig, «dass die Initiativen gut und kollegial vorangehen». (© AP)




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