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15. März 2010

Deutschland will sich beim Export nicht zurückhalten



Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Forderungen nach deutscher Exportzurückhaltung widersprochen. Es sei nicht zielführend, wenn sich «einzelne Länder zurücknehmen, sondern gewinnbringender, wenn in Europa in eine gemeinsame Wachstumsstrategie investiert» werde, beschrieb der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans am Montag in Berlin die Haltung der Regierungschefin.

Zuvor hatte die französische Finanzministerin Christine Lagarde in Zeitungsinterviews verlangt, Deutschland solle mehr für die Binnennachfrage tun, um so den Handelsbilanzüberschuss zurückzufahren und damit schwächeren EU-Ländern mehr Exportchancen zu geben.

Deutschland sei kein Land, in dem der Staat Löhne oder Konsum festlege, sagte Steegmans. Die «Exportwirtschaft anzuhalten, dass sie unattraktive Güter herstellt, würde dem Wettbewerbsgedanken widersprechen». Es müsse eher die Frage gestellt werden, wie andere Länder größere Exportanteile erreichen könnten. Steegmans erinnerte an US-Präsident Barack Obama, der in diesem Zusammenhang eine Initiative seines eigenen Landes für bessere Exportanteile bei den Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien gefordert hatte.


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