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15. März 2010
Auch Kinderärzte wollen die Lebensmittel-Ampel
Frankfurt/Main - Gegen den Widerstand der EU fordern die Kinder- und Jugendärzte und die AOK in einem gemeinsamen Appell die Einführung der sogenannten Lebensmittel-Ampel. Einen Tag vor dem Treffen des EU-Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit stellten beide Organisationen am Montag zudem eine Umfrage vor, nach der auch mehr als 90 Prozent der Eltern für die Kennzeichnung von Lebensmitteln in den Ampelfarben rot, gelb und grün sind.
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch zeigte sich derweil verärgert über Äußerungen von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, wonach es die Ampel wohl nicht geben werde. Foodwatch-Sprecher Martin Rücker sprach von einer «unerträglichen Desinformationskampagne» und fügte hinzu: «Man könnte das Agieren von Frau Aigner verstehen, wenn sie die oberste Industrielobbyistin wäre, aber nicht Verbraucherministerin.»
Der stellvertretende Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, erklärte: «Bei der Prävention von Übergewicht ist eine verbraucherfreundliche und für alle Menschen leicht verständliche Lebensmittelkennzeichnung wie die Ampel unverzichtbar. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Engagements für eine gesunde Lebensweise von Kindern und Erwachsenen.»
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, erklärte: «Aus unserer Sicht ist die Ampel eine Warnung und kein Verbot bestimmter Lebensmittel, die Eltern dabei hilft, die richtigen Nahrungsmittel für ihre Kinder auszuwählen. Denn vor allem in den bildungsfernen Schichten und bei Familien mit Migrationshintergrund wissen Eltern nur selten, was in ihrem Essen wirklich drin steckt an Fett, Salz oder Zucker.» weiterlesen >>

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