|
15. März 2010
"Mord ohne Leiche": Bestatter sollen Kollegen getötet und eingeäschert haben
Nürnberg - Im Prozess gegen zwei Bestatter, die einen Kollegen ermordet und eingeäschert haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft hohe Haftstrafen gefordert. Oberstaatsanwalt Thomas Strohmeier plädierte am Montag vor dem Landgericht Nürnberg auf 15 Jahre für den geständigen Friedrich P. und lebenslang für Michael S., der die Vorwürfe bestreitet. Die Anklage geht von heimtückischem Mord aus niedrigen Beweggründen aus.
Bei S. sehe er eine besondere Schwere der Schuld, betonte Strohmeier. Er solle in seinem Leben nie mehr die Möglichkeit bekommen, jemandem zu schaden. Der 54-jährige P. hatte die Aufklärung des Mordes dagegen erst in Rollen gebracht, nachdem er die Tat aus dem Jahr 2007 im folgenden Jahr bei der Polizei gestanden hatte.
Friedrich P. gab zu, den 43-jährigen Erich W. im April 2007 im Auftrag von Michael S. mit einem Kantholz erschlagen zu haben. Grund dafür sei gewesen, dass das Opfer von Michael S. noch 72.000 Euro für den Verkauf seines Bestattungsinstituts in Erlangen verlangt hatte. Die Leiche ließen die beiden Männer demnach unter falschem Namen einäschern und entsorgten die Asche in einem Fluss.
Michael S. bestreitet die Tat indes. Er erklärte, er habe eine schwierige Beziehung zu Friedrich P. gehabt. Dieser wolle ihn nun offenbar mit in den Abgrund ziehen. Erich W. sei außerdem gar nicht tot, sondern habe sich ins Ausland abgesetzt. weiterlesen >>

|