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Der King of Cool wäre heute 80 Jahre alt geworden

veröffentlicht am 15.03.2010


Angeblich besaß er 210 Motorräder, 55 Autos und 5 Flugzeuge. Steve McQueen war ein Motorradnarr und unberechenbarer Einzelgänger, der in seinen besten Tagen auch mit Drogen und Affären Schlagzeilen machte. Der «King of Cool», der am Mittwoch 80 Jahre alt geworden wäre, lebte konsequent das Prinzip «Live fast, die young» vor und starb mit nur 50 Jahren.

 

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Frankfurt/Main - Angeblich besaß er 210 Motorräder, 55 Autos und 5 Flugzeuge. Steve McQueen war ein Motorradnarr und unberechenbarer Einzelgänger, der in seinen besten Tagen auch mit Drogen und Affären Schlagzeilen machte. Der «King of Cool», der am Mittwoch 80 Jahre alt geworden wäre, lebte konsequent das Prinzip «Live fast, die young» vor und starb mit nur 50 Jahren. Für einen großen Schauspieler hat er sich nie gehalten, und doch war er einer der höchstdotierten Stars der 60er und 70er Jahre.


«Hätte ich als Schauspieler keinen Erfolg gehabt, wäre ich wohl auf die schiefe Bahn geraten», behauptete der attraktive Outlaw mit den blauen Strahleaugen, der eine erstklassige Straßenköter-Vergangenheit aufwies. Der Vater entschwand kurz nach seiner Geburt, die Mutter trank. Der halbstarke Sohn trieb sich mit Straßengangs herum und landete im Heim. Er diente bei der Armee, schuftete auf texanischen Ölfeldern und als Holzfäller und probierte es schließlich mit der Schauspielerei. Unter 2.000 Bewerbern wurde er 1955 an der renommierten Lee-Strassberg-Schauspielschule aufgenommen.


Schnell eroberte er erste Rollen; bereits 1956 drehte er mit Paul Newman «Die Hölle in mir». 1958 spielte er im Sci-Fi-Film «Blob - Schrecken ohne Namen» die Hauptrolle. Mit der TV-Serie «Der Kopfgeldjäger» etablierte er sich als Revolverheld. Der Durchbruch kam 1960 mit dem Western «Die glorreichen Sieben». Seine Motorradstunts als kriegsgefangener Flieger in «Gesprengte Ketten» sind ebenso legendär wie die Amokfahrt in einem Ford Mustang durch die Straßen von San Francisco im rasanten Krimi «Bullitt».


Er gab aber auch den besessenen Zocker in «Cincinnati Kid» und einen lässigen Agenten in «Thomas Crown ist nicht zu fassen». 1966 wurde er für «Kanonenboot am Yang-Tse-Kiang» für den Oscar nominiert. Seine Gagen verprasste er für sein schnelles Hobby und produzierte den Rennfahrerfilm «Le Mans», der jedoch floppte. Doch schon als Ausbrecher in «The Getaway», als Sträfling in «Papillon» und durch den Katastrophenfilm «Flammendes Inferno», für den er 1974 damals unerhörte 14 Millionen Dollar bekam, stockte er seine Kasse wieder auf.


Lange vor der «Sex Drugs & Rock 'n' Roll»-Generation betätigte er sich als Rebell und wüster Rowdy, dem die Frauen zu Füßen fielen. Ali McGraw, seine Partnerin in «Getaway», verließ für ihn stehenden Fußes ihren Mann und wurde seine zweite Ehefrau. Und dem Attentat der Manson Family auf Sharon Tate 1968 entging er angeblich nur, weil er sich auf dem Weg zu Polanskis Haus auf einen Quickie einließ. Steve McQueen war unter den «Angry Young Men» seiner Zeit, darunter Paul Newman, Dennis Hopper und Marlon Brando, wohl der verrückteste.


Über die Eskapaden des drei Mal verheirateten Schauspielers sollte aber nicht vergessen werden, dass viele seiner 30 Filme Klassiker sind und sein stoischer Minimalismus stilbildend auf zukünftige Actionhelden wirkte. Und er war eine männliche Mode-Ikone, dessen coole Auftritte den Verkauf von Rollkragenpullovern, Sonnenbrillen und Ford Mustangs ankurbelten. Nicht das Rauchen, sondern seine Leidenschaft kostete ihn möglicherweise das Leben. Er litt an einem seltenen Lungenkrebs, der vermutlich durch Asbestfasern seiner Rennfahrer-Schutzkleidung ausgelöst wurde.  (© AP)



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