Bleivergiftung: Erneut Fabrik in China geschlossen
veröffentlicht am 15.03.2010

Die chinesischen Behörden haben eine Bleigießerei in der südwestlichen Provinz Sichuan geschlossen, nachdem bei mindestens 94 Bewohnern umliegender Ortschaften erhöhte Bleiwerte registriert wurden. Unter den Betroffenen sind 88 Kinder, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Sieben der Kinder werden der Agentur zufolge in einer Klinik der Provinzhauptstadt Chengdu wegen Bleivergiftung behandelt.
Peking - Die chinesischen Behörden haben eine Bleigießerei in der südwestlichen Provinz Sichuan geschlossen, nachdem bei mindestens 94 Bewohnern umliegender Ortschaften erhöhte Bleiwerte registriert wurden. Unter den Betroffenen sind 88 Kinder, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Sieben der Kinder werden der Agentur zufolge in einer Klinik der Provinzhauptstadt Chengdu wegen Bleivergiftung behandelt. Die Behörden machen die Gießerei im Bezirk Longchang für die Vergiftungen verantwortlich.
In jüngster Zeit sind in China mehrere Fälle von Bleivergiftung im Umkreis von Industriebetrieben festgestellt worden. Umweltskandale gefährden zunehmend den sozialen Frieden im Land. Die Kommunistische Partei hat daher eine Kampagne zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und der von Betrieben einzuhaltenden Arbeits- und Umweltschutzbestimmungen begonnen. Das Bewusstsein für die Gefährdung durch in der Chemie verarbeitete Substanzen ist in China allerdings noch sehr gering ausgeprägt. (© AP)
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