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15. März 2010

Lebensmittel-Ampel: Foodwatch hat noch Hoffnung



Osnabrück - Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch ärgert sich über Äußerungen von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Sie hatte erklärt, dass die umstrittene Lebensmittelkennzeichnung mit den Ampelfarben rot, gelb und grün in der EU nicht vorgeschrieben werden soll. Foodwatch-Sprecher Martin Rücker sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung», dies sei «eine unerträgliche Desinformationskampagne». Rücker fügte hinzu: «Man könnte das Agieren von Frau Aigner verstehen, wenn sie die oberste Industrielobbyistin wäre, aber nicht Verbraucherministerin.»

Eine Entscheidung gegen die Ampel sei in Brüssel noch lange nicht gefallen, betonte Rücker. «Noch nicht einmal im Parlament, wo am Dienstag auf Ausschussebene und erst im Mai im Plenum abgestimmt wird.» Auch Anträge für die Ampelkennzeichnung lägen auf dem Tisch. Zustimmung dazu komme aus den Reihen von Sozialdemokraten, Grünen, Linken und Liberalen im Europaparlament.

Ministerin Aigner hatte auf Schwierigkeiten verwiesen, angesichts der zahlreichen Nährstoffe eine simple Farbeinteilung vorzunehmen. «Danach müsste Bio-Apfelsaft aufgrund des Fruchtzuckers rot gekennzeichnet werden, Diät-Cola aber grün», sagte sie.

Der Foodwatch-Sprecher betonte, dass die meisten Verbraucher für eine Ampel seien. «Rund 70 Prozent wollen eine farbliche Kennzeichnung.» Bei einer Umfrage aus dem Ministerium von Aigner seien es sogar mehr als 80 Prozent gewesen.


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