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15. März 2010

Japaner geben in Sachen Elektroauto Gas



Tokio - Japan treibt die Entwicklung und Vermarktung von Elektrofahrzeugen massiv voran. Dazu wurde ein Konsortium gegründet, dem vier große japanische Autohersteller, ein Energieversorger und mehr als 150 weitere, auch ausländische Unternehmen angehören. Ziel der Allianz ist es unter anderem, ein Netz von Ladestationen aufzubauen und die Technologie im Ausland zu vermarkten, wie es bei der Präsentation des Projekts am Montag hieß.

Angesichts hoher CO2-Emissionen und einer zunehmenden Abhängigkeit vom Öl sei nicht nur in Japan die Zeit für Elektroautos gekommen, erklärten die Organisatoren. Doch noch stehen schwache Batterien, hohe Kosten und das fehlende Netz von Ladestationen einer weiteren Verbreitung der Technologie im Wege.

«Autobauer stehen unter vielen Aspekten im Wettbewerb, aber die gesamte Industrie muss sich nun zusammentun und sich den Kunden verbraucherfreundlich zeigen», erklärte der leitende Nissan-Geschäftsführer Toshiyuki Shiga. Wirtschaftsminister Teruhiko Mashiko appellierte an die Menschen, die Verbreitung von Elektrofahrzeugen als ein nationales Anliegen zu betrachten, um die Emission von Treibhausgasen zu senken.

Zu dem Konsortium zählen die japanischen Autobauer Toyota, Nissan, Mitsubishi und Fuji Heavy Industries (Subaru) sowie der Energieversorger Tokyo Electric Power, der Elektronik-Konzern Toshiba und das Telekommunikationsunternehmen KDDI. Aber auch ausländische Unternehmen sind beteiligt, unter anderem der französische Automobilkonzern PSA (Peugeot, Citroën). Nur mit seiner Forschungsabteilung beteiligt ist dagegen Honda, das sich zuletzt vor allem auf Fahrzeuge mit Brennstoff-Zellen-Technik konzentriert hat.


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