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14. März 2010

EZB prüft geldpolitischen Handlungsrahmen



Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihres Präsidenten, Jean-Claude Trichet, nach dem Ende der Krise den geldpolitischen Handlungsrahmen überprüfen, sieht aber keinen größeren Änderungsbedarf. "Die EZB hat relativ wenig Gründe für fundamentale Änderungen", sagte Trichet am Freitagabend bei einer Rede an der Universität Stanford. Die EZB betrachte den vor der Krise bestehenden Handlungsrahmen als "sehr natürlichen Referenzpunkt" für den Rückzug aus den außerordentlichen Maßnahmen, sagte er auch.

Der geldpolitische Handlungsrahmen der EZB besteht in der Steuerung der sehr kurzfristigen Geldmarktsätze über einwöchige Hauptrefinanzierungsgeschäfte zu einem bestimmten Mindestbietungssatz. Diese Geschäfte werden normalerweise nach dem Zinstenderverfahren durchgeführt und absteigend nach den gebotenen Zinssätzen zugeteilt.

Die Geschäftsbanken besorgen sich über diese Geschäfte gegen Sicherheiten die Liquidität, die sie zur Erfüllung der Mindestreserveanforderungen am Ende der Erfüllungsperiode benötigen. Derzeit erfolgt die Zuteilung als Mengentender mit Vollzuteilung zum Mindestbietungssatz von 1,00%. Hieran will der EZB-Rat bis Oktober 2010 nichts ändern.

Folge ist, dass die Banken sehr reichlich mit Liquidität ausgestattet sind, die sie zu einem großen Teil in der Einlagenfazilität der EZB zum erhöhten Satz von 0,25% parken. Dadurch tendieren die Geldmarktsätze nicht in Richtung des eigentlichen Leitzinses, sondern des Einlagensatzes.  weiterlesen >>


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