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13. März 2010

Gib mir ein .xxx: ICANN verzögert Online-Rotlichtviertel



Nairobi - Die Entscheidung über die geplante Dach-Adresse .xxx für Pornoseiten im Internet verzögert sich. Die Internet-Verwaltungsorganisation ICANN beschloss auf einer Konferenz am Freitag in Nairobi, die abschließende Beurteilung über ein Rotlichtviertel im Netz mindestens 70 Tage aufzuschieben. Anwälte sollten nun prüfen, wie mit dem umstrittenen Thema umzugehen sei.

Bei der Adress-Endung .xxx handelt es sich um eine sogenannte Top-Level-Domain - wie etwa .de für Deutschland oder .com für Unternehmen. Für Pornografie einen eigenen Bereich einzurichten und sie damit von anderen Angeboten besser abzugrenzen, wurde erstmals im Jahr 2000 vorgeschlagen. Seitdem wurde die Idee schon drei Mal zurückgewiesen. Die ICANN ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Kalifornien.

Befürworter der .xxx-Adressen machen geltend, dass diese die Porno-Branche in einen Prozess der Selbstkontrolle führen könnte. Zu den Kritikern gehören sowohl strikte Pornografie-Gegner als auch die Betreiber entsprechender Angebote. Diese befürchten, dass die Einführung eines eigenen Adressbereichs dazu führen wird, dass Behörden und Unternehmen den Zugang zu den entsprechenden Web-Seiten mit Hilfe von Filtersoftware einfacher blockieren können als bisher.


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