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13. März 2010
Unbeständiger Blutdruck erhöht Infarktrisiko
London - Wenn der Blutdruck nur ab und zu hoch ist, könnte das schlimmer sein als ein dauerhaft erhöhter Wert. Das geht aus vier Studien hervor, die am Freitag in den medizinischen Fachzeitschriften «Lancet» und «Neurology Lancet» veröffentlich wurden. Europäische Forscher legen darin nahe, die derzeitigen Empfehlungen für Bluthochdruck-Patienten zu überarbeiten.
Der Arzt Peter Rothwell untersuchte in einem Krankenhaus in Oxford rund 8.000 Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten hatten. Sein Ergebnis: Wer an einem ständig schwankenden Blutdruck litt, hatte ein sechs Mal höheres Infarktrisiko als Patienten mit konstant erhöhtem Blutdruck. Zusammen mit Kollegen wies Rothwell in zwei anderen Studien nach, dass Medikamente, die Spitzen im Blutdruck reduzierten, am besten zur Verhinderung von Infarkten geeignet waren.
Nach Ansicht Rothwells könnten die neuen Erkenntnisse zu einer Verdoppelung der Bluthochdruck-Patienten führen. Die Krankheit ist für etwa die Hälfte aller Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen hat zu hohen Blutdruck.
Experten hatten schon länger untersucht, ob Menschen mit schwankenden Blutdruckwerten stärker gefährdet sind. Die nun veröffentlichten Studien sind aber die ersten, die den Zusammenhang über mehrere Jahre nachweisen. weiterlesen >>

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