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Insolvenzplan für Karstadt wird Anfang der Woche vorgelegt

veröffentlicht am 13.03.2010


Die Entscheidung über die Zukunft der Kaufhauskette Karstadt steht unmittelbar bevor. Insolvenzverwalter Hubert Görg will Anfang der kommenden Woche den Insolvenzplan beim zuständigen Amtsgericht in Essen vorlegen, wie sein Sprecher Thomas Schulz am Samstag der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Über mögliche Käufer wollte er sich nicht äußern.

 

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Essen - Die Entscheidung über die Zukunft der Kaufhauskette Karstadt steht unmittelbar bevor. Insolvenzverwalter Hubert Görg will Anfang der kommenden Woche den Insolvenzplan beim zuständigen Amtsgericht in Essen vorlegen, wie sein Sprecher Thomas Schulz am Samstag der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Über mögliche Käufer wollte er sich nicht äußern. Schulz sagte nur, der Insolvenzplan und der Verkaufsprozess sollten so weit wie möglich synchronisiert werden.


Die Schließung von 13 Filialen sowie ein Sanierungsbeitrag der Beschäftigten in dreistelliger Millionenhöhe stehen schon fest. Wenn es nicht gelingt, einen Käufer für die verbleibenden 120 Karstadt-Warenhäuser in ganz Deutschland zu finden, droht die Zerschlagung des Konzerns.


Im Februar hatte der Sprecher des Insolvenzverwalters mitgeteilt, dass sechs Kaufinteressenten damit begonnen haben, die Bücher des Unternehmens zu prüfen. Der Verkaufsprozess könne schon im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, hieß es damals. Den jetzt vom «Handelsblatt» genannten Termin 31. Mai wollte Görgs Sprecher am Samstag aber ausdrücklich nicht bestätigen.


Nach Informationen des «Handelsblatt» soll der teilweise als Favorit für eine Komplettübernahme genannte Private-Equity-Investor Permira inzwischen kein Interesse mehr an Karstadt haben. Wenn der Versuch eines Verkaufs sämtlicher nicht zur Schließung vorgesehenen 120 Warenhäuser mit ihren mehr als 25.000 Beschäftigten in ganz Deutschland misslingt, müssen die Gläubiger von Karstadt wahrscheinlich mit einer entsprechend niedrigen Quote aus der Insolvenzmasse rechnen. Im Fall einer Zerschlagung des Kaufhauskonzerns könnten die Konkurrenten Metro und Otto wieder auf den Plan treten, die bereits Interesse an Teilen des Unternehmens signalisiert haben.  (© AP)



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