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13. März 2010

Diskussion um Mammografie bei Frauen mit hohem Krebsrisiko



Münster - Angesichts der Diskussion um den Nutzen der Mammografie bei der Brustkrebs-Vorsorge warnen Forscher davor, den komplexen Sachverhalt grob zu vereinfachen. Bei Frauen ohne erhöhte familiäre Belastung sei die Mammografie das zentrale Verfahren zur Früherkennung, betont der Radiologe Walter Heindel von der Universitätsklinik Münster in einer Erklärung. Nur bei besonders stark gefährdeten Frauen, die sich schon in jungem Alter untersuchen lassen, solle die Rolle des Röntgenverfahrens überdacht werden.

Frauen mit normalem Risiko sollten sich gemäß der Leitlinien im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre einer Mammografie unterziehen. Bei dieser Gruppe sei das Verfahren zum Aufspüren von Brusttumoren sehr effektiv, sagt Heindel.

Frauen mit hohem Risiko sollten sich jedoch schon früher untersuchen lassen - mitunter schon ab 25 Jahren. Bei ihnen sehen die Leitlinien sowohl Mammografie als auch Ultraschall vor, wobei die Magnetresonanztomografie (MRT) lediglich als zusätzliche Maßnahme gilt.

Allerdings zeigt nun eine deutsche Studie an knapp 700 Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko, dass die MRT weitaus mehr Tumoren aufspürt als Mammografie und Ultraschall. Studienleiterin Christiane Kuhl von der Universität Bonn forderte daraufhin, diese besonders gefährdeten Frauen künftig per MRT zu untersuchen. Ultraschall und Mammografie könnten dagegen entfallen - nicht zuletzt weil die Röntgenuntersuchung wegen der Strahlung bei jungen Frauen problematisch ist.  weiterlesen >>


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